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Der Tag der Hüte auf der Galopprennbahn

Ascot-Renntag Der Tag der Hüte auf der Galopprennbahn

Beim Ascot-Renntag auf der Galopprennbahn Neue Bult in Langenhagen haben die Frauen mit ihren ausgefallenen Hüten den Rennpferden die Show gestohlen. Aber auch sportlich gab es bei dem Pferderennen einiges zu sehen: Wai Key Star dominierte sein Rennen.

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Ehrengäste mit Hut: Danika Wist (v. r.), Annika de Buhr, Sandra Quadflieg, und Stefanie Schanzleh.

Quelle: Rainer Droese

Langenhagen. Der Auftakt war schwer. Schon gleich nach der Anfahrt mussten einige Frauen ihren Hüten auf dem Parkplatz hinterherlaufen. Der böige Wind hatte sie überraschend beim Aussteigen aus den Autos von den Köpfen geweht. Darum sah man auch am Rande der Bahn anfangs viele Frauen - nach Einschätzung von HRV-Präsident Gregor Baum war „jede zweite Dame mit Hut“ gekommen -, die bemüht waren, ihre Kopfbedeckungen mit den Händen festzuhalten.

Zum Glück ebbte der Wind ab, und sie konnten den gelungenen Ascot-Renntag rundum genießen. Auch die kleinen Schauer konnten ihnen nichts ausmachen; und gegen Abend, als die Gewinnerin des Lady Elegance Wettbewerbs“ gekürt wurde, da waren Wolken und Wind verschwunden, die Sonne strahlte. Juroren waren die ehemalige hannoversche Profitänzerin Isabel Edvardsson, Prinzessin Elna Margret zu Bentheim Steinfurth und Jochim Llambi, einst auch Profitänzer und vielen bekannt als Juror bei Let’s dance bei RTL.

Mit Ascot-Flair und top-besetztem Hauptereignis hat die Neue Bult am Sonntag zum Renntag des Jahres eingeladen. Nicht nur die schnellsten Pferde, die sich auch schon vor anderthalb Monaten beim Deutschen Derby in Hamburg versucht hatten, sondern auch die schönsten Hüte wurden ausgezeichnet.

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Der 52-Jährige war dabei längst nicht so streng wie bei der Tanzshow. „Warum auch, sagte er, „es sind so viele hübsche Damen hier, „man hat doch die Qual der Wahl.“ Und Llambi schlug HRV-Chef Baum leicht noch eine Verbesserung fürs nächste Jahr vor: „Die Auswahl war so groß“, sagte er, als er zwischen etwa 50 Frauen mit Hut stand, „da müsste man nächstes Mal fünf statt nur drei der besten Hüte prämieren.“

Llambi outete sich übrigens als Galoppsportfreund. „Ich hatte früher selbst drei Pferde, war in einer Besitzergemeinschaft mit Manfred Hofer“, sagte der Juror, der sich bestens auf den Bahnen in Düsseldorf und Baden-Baden auskennt. Auf der Neuen Bult war er das erste Mal, fühlte sich aber sehr wohl. „Das Ambiente gefällt mir“, sagte Llambi. Er hat auch einige Wettscheine ausgefüllt, über eventuelle Gewinne und Verluste wollte er nicht sprechen.

Redseliger zeigte er sich bei der Prämierung. Er und seine Mitstreiterinnen hatten es sich nicht sehr leicht gemacht, entschieden sich schließlich für Olga Dietrich als Gewinnerin, gefolgt von Diana Pistalu und Christina Haberbeck. „Ich denke, wir haben gut ausgewählt“, sagte Llambi. 47 Frauen werden anders gedacht haben, aber das ist halt so bei einem Wettbewerb. Es können eben nicht alle gewinnen

Wai Key Star schaltet den Turbo ein

Langenhagen. Er war als der Renntag des Jahres angekündigt – und der Ascot-Renntag auf der Neuen Bult wurde diesem mutigen Versprechen in jeder Hinsicht gerecht. Großartiger Galoppsport, ein tolles Rahmenprogramm und fast 12.000 Zuschauer machten die Stunden auf der Bahn in Langenhagen zu einem echten Ereignis. „Alles voll, eine super Stimmung“, sagte Gregor Baum, der Präsident des Hannoverschen Rennvereins (HRV), „ich bin rundum zufrieden.“

Bei diesem Lob schloss er auch das Hauptereignis mit ein, denn dieses Rennen um den „Großen Audi Preis des Audi Zentrum Hannover“ war nicht nur gut besetzt, sondern bot auch eine beeindruckende Darbietung des Favoriten. Wer kann Wai Key Star mit Eduardo Pedroza im Sattel schlagen?, hatte die Frage vorher geheißen. Die Antwort fällt sehr kurz aus: niemand. Der von Andreas Wöhler trainierte Dreijährige bewies seine hervorragende Verfassung und lag am Ende nach einem energischen Schlussspurt weit vor dem Feld.

Sein Trainer Andreas Wöhler (Gütersloh) musste anschließend viele Hände schütteln. Er ist auf der Neuen Bult ein gern gesehener Gast, aber auch einer, der immer viele Siege entführt. Das tut er derzeit allerdings fast überall, denn seine Pferde laufen in hervorragender Form.

„Wai Key Star ist ein tolles Pferd“, sagte Jockey Pedroza, „es ist nur immer eine Frage des Timings, wann er den Turbo einschaltet.“ Als Pedroza den Derby-Vierten laufen ließ, das waren die vier Konkurrenten geschlagen. Capitano wurde Zweiter in dem mit 55 000  Euro dotiertem Rennen über 2000 Meter. El Loco, dem der Ruf des ewigen Zweiten anhaftet, hatte auch diesmal nichts mit dem Sieg zu tun, kam auf Platz drei.

Spaß hatte anfangs auch Neue-Bult-Trainer Hans-Jürgen Gröschel. Im dritten der insgesamt zehn Rennen, da zeigte sein vierjähriger Itobo sein Talent. Der Wallach den „Großen Preis der Deutschen Bank AG“ und damit sein drittes Rennen in Folge. „Das Pferd hat mir lange Sorgen gemacht“, sagte Gröschel, „jetzt holt es sich alles zurück, was es verpasst hat.“ Itobo hatte Probleme während des Wachstums und lief deshalb erst vierjährig sein erstes Rennen. Wir gut der Galopper ist, verdeutlicht ein Spruch seines Trainers zu Jockey Ian Ferguson, der gestern seinen 20. Jahressieg feiern konnte: „Ian hat sich an meine Order gehalten“, sagte Gröschel, „aber auf solchem Pferd kann man auch gut reiten.“

Gröschel hatte auch im nächsten Rennen, dem „Rennen der Staatsoper Hannover“ etwas zu feiern. Foreign Hill (mit Norman Richter) und Shy Moon (mit Ferguson) wurden Zweiter und Dritter. Bei einigen anderen seiner Pferde blickte der Bult-Trainer strenger drein, sie landeten unter ferner liefen – wie auch die meisten von HRV-Präsident Baum. Die Freude über den gelungenen Renntag konnte ihm das aber nicht nehmen.

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