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Aus der Stadt Am Peter-Fechter-Ufer ist es bunt
Hannover Aus der Stadt Am Peter-Fechter-Ufer ist es bunt
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00:15 29.09.2015
Von Bernd Haase
Die Demokratiekonferenz beim Stadtjugendtag am Peter-Fechter-Ufer. Quelle: Philipp von Ditfurth
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Hannover

Die Stadt Hannover will Jugendliche an der Planung von Baugebieten beteiligen. Deshalb sind Politiker und Planer bei einer sogenannten Demokratiekonferenz während des Stadtjugendtages am Peter-Fechter-Ufer vor dem Ihme-Zentrum in einer Diskussionsrunde mit rund 30 Jugendlichen der Frage nachgegangen, ob das Angebot überhaupt auf Interesse stößt. Die Antwort lautet, grob zusammengefasst: im Prinzip schon.
Im Grunde ist die Sache einfach. „Wenn wir neue Baugebiete oder sogar ganze Stadtteile planen, seid ihr diejenigen, die am längsten dort leben werden“, sagte der baupolitische Sprecher der Grünen im Rat, Michael Dette. Sein Kollege Ewald Nagel von der SPD verwies auf das Bürgerbeteiligungsverfahren zur Wasserstadt in Limmer: „Wir haben nicht gesagt, achtet auf die Belange der Jugendlichen.“

Nach Angaben von Oliver Kuklinski vom Bürgerbüro Stadtentwicklung, Experte für Beteiligungsverfahren und an diesem Tag Moderator, sind andere Städte weiter als Hannover: „Leipzig oder Heidelberg etwa binden Jugendliche regelmäßig in derartige Planungen ein.“ Man dürfe allerdings nicht warten, bis diese sich von sich aus melden, weil dies schlicht nicht geschehe. „Stadtplanung und Bürgerbeteiligung können Thema im Schulunterricht sein oder auch in Arbeitsgemeinschaften“, sagt Kuklinski. Auch Jugendgruppen in Planungsworkshops oder Bürgerforen könnten eine Alternative sein.

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Jugend-Demokratiekonferenz beim Stadtjugendtag am Peter-Fechter-Ufer.

       
Wenn Jugendliche in Hannover schon mitgeredet hätten, hätten bei der Wasserstadt möglicherweise nicht nur die Höhe der Häuser und die Anzahl der Wohnungen die Debatten beherrscht, sondern auch die Ausgestaltung von Schulen, Jugendtreffs, Grünanlagen und spezielle Kulturangebote. Diese Themen jedenfalls fanden sich auf sogenannten Flashboards, auf denen der Nachwuchs skizzieren durfte, was ihn interessiert.

Was einen Beteiligungsprozess aus Sicht der Jugendlichen ausmachen müsste, erklärte der Schüler Mario Demmin vom Diakoniekolleg in Kleefeld: „Wir wollen mit den Erwachsenen auf Augenhöhe reden und mit abstimmen.“ Es dürfe nicht zu viel Zeit beanspruchen, ergänzte eine weitere Schülerin und verwies auf Schulstress. Außerdem müsse die Stadt fördern und informieren.

„Bei einem großen Baugebiet oder einem Stadtteil kann die Planungsphase zehn Jahre dauern“, verwies Oberbürgermeister Stefan Schostok auf notwendigen langen Atem. Die Idee der Jugendbeteiligung stieß bei ihm auf offene Ohren. „Ich habe verstanden, dass es von unserer Seite aus Angebote geben muss“, versprach er. Kuklinski hätte zwei Vorschläge für Jugendbeteiligung: Das Sanierungsgebiet Mühlenberg und das zweite Wohngebiet am Kronsberg.     

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