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Der neue Intercity 2 fährt in Hannover ein

Premiere am Hauptbahnhof Der neue Intercity 2 fährt in Hannover ein

Der neue Intercity 2 (IC 2) ist am Sonntag das erste Mal regulär in Hannover eingefahren. HAZ-Leser Uwe Bentlage war auf der ersten Fahrt des neuen Doppelstöckers der Deutschen Bahn nach Norddeich dabei. Der neue Intercity soll die Bahn im Wettbewerb mit den Fernbussen wieder attraktiver machen. 

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Der neue Intercity 2 am Hauptbahnhof in Hannover.

Quelle: Bentlage

Hannover. Pünktlich war er. Am Sonntagvormittag um 10.23 Uhr ist der neue Intercity 2 zu seiner ersten regulären Fahrt ab dem Hauptbahnhof in Hannover eingefahren. HAZ-Leser Uwe Bentlage war bei der ersten Fahrt des doppelstöckigen Intercitys von Hannover nach Norddeich dabei und hat die Fahrt dokumentiert. 

HAZ-Leser Uwe Bentlage war bei der ersten Fahrt des doppelstöckigen Intercity 2 von Hannover nach Norddeich am Sonntag, den 13. Dezember, dabei und hat die Fahrt dokumentiert. 

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Etwa dreieinhalb Stunden brauchte der IC 2 von Hannover bis nach Norddeich: um 10.45 Uhr fuhr der Zug mit dem Namen "Ostfriesland" in Hannover los, um 14:18 Uhr erreichte er sein Ziel. In Zukunft sollen auf der Strecke Leipzig-Hannover-Bremen-Nordeich insgesamt 27 Züge des neuen IC 2 fahren, sie ist die erste Strecke, die mit dem neuem Flitzer befahren wird. Als nächstes werden die Verbindungen Dresden-Köln und Köln-Leer-Emden-Norddeich folgen.

Ab 2018 sollen die neuen Züge auch auf der Gäubahn in Baden-Württemberg fahren. Bis 2030 wird die IC 2-Flotte nach den Plänen der Bahn auf 120 Züge wachsen und die bisherigen lokbespannten IC-Reisezüge ablösen, die zum Teil seit 40 Jahren im Einsatz sind.

Der Intercity 2 ist Teil der laut DB-Vorstandschef Rüdiger Grube „größten Kundenoffensive“ in der Geschichte der Bahn. Bis 2030 sollen 12 Milliarden Euro in den Fernverkehr investiert werden, unter anderem in die Modernisierung des Intercity-Express (ICE). Daneben entsteht ein neues IC-Netz, das in den nächsten 15 Jahren alle größeren deutschen Städte zumindest im Zweistundentakt verbinden soll.

Ganz so neu, wie die Bahn behauptet, ist dieses IC-Netz allerdings nicht. Denn in den vergangenen Jahrzehnten hat der Konzern viele Fernverkehrsverbindungen ausgedünnt oder ganz gestrichen. Durch die Einstellung des Interregio wurde unter dem früheren Bahnchef Hartmut Mehdorn eine ganze Zugklasse ausgemustert. So hat die Bahn zahlreiche Städte vom direkten Zugang zum Fernverkehr auf der Schiene abgehängt - davon profitieren nun die Fernbus-Konkurrenten.

Die Deutsche Bahn fährt bald mit dem neuen IC 2 – er ersetzt bis zu 40 Jahre alte Züge. Eine erste Besichtigung zeigt: Die Fahrgäste können sich auf moderne 
doppelstöckige Züge freuen.

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Doppeldecker birgt Vor- und Nachteile

Die schöne Aussicht aus der oberen Etage, doppelt so breite Eingangsbereiche für bequemeres Ein- und Aussteigen sowie die geräumigen neuen Kleinkindbereiche gehören zu den Stärken der Doppeldecker. Zudem verbraucht der IC 2 laut Bahn rund ein Fünftel weniger Energie als sein Vorgänger und hat mit 465 Sitzplätzen deutlich mehr Kapazität. Allerdings sieht Naumann auch Schwächen: „Leider fehlen Bistro und ein gemütliches Bordrestaurant, das ist schon sehr bedauerlich und im Fernverkehr ein ärgerlicher Mangel“, kritisierte der Experte. Stattdessen werden Snacks und Getränke von Servicekräften verkauft, die mit Rollwagen durch die Waggons gehen.

Ein Ärgernis wird für Fahrgäste mit größerem Gepäck die Schlepperei ins obere Stockwerk werden, wenn der Zug unten drangvoll ist. Oben gibt es zwar zentrale Abstellflächen - am Platz selbst allerdings bieten die engen Ablagegitter kaum Raum für einen größeren Rucksack. Auch Michael Ziesak, Vorsitzender des Verkehrsclubs Deutschland, sieht in zu geringem Stauraum eine deutliche Schwäche des IC 2. Ein Fortschritt seien dagegen die großzügigen Bereiche für Rollstuhlfahrer nahe dem Eingangsbereich, sagte Stefan Krusche von der Interessenvertretung „Selbstbestimmt Leben in Deutschland“.

naw/Wüpper/Bentlage 

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