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Jetzt doch: Schulen werden saniert

Sophienschule und KWR Jetzt doch: Schulen werden saniert

Seit Jahren machen sich Eltern, Lehrer und Schüler für die Sanierung der Sophienschule und des Kaiser-Wilhelm-und Ratsgymnasiums (KWR) im Zooviertel stark. Anfang der Woche hatte die SPD im Bezirksrat Mitte das Millionenprojekt noch gestoppt, jetzt machte der Schulausschuss den Weg frei.

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In dem denkmalgeschützten Hauptgebäude hat die Sophienschule keine Zukunft. An der Lüerstraße entsteht ein Neubau.

Quelle: Archiv

Hannover. Lange gefordert, endlich beschlossen: Seit Jahren machen sich Eltern, Lehrer und Schüler für die Sanierung der Sophienschule und des Kaiser-Wilhelm-und Ratsgymnasiums (KWR) im Zooviertel stark. Anfang der Woche hatte die SPD im Bezirksrat Mitte das Millionenprojekt noch gestoppt, jetzt machte der Schulausschuss doch den Weg frei für das 50-Millionen-Projekt frei.

„Das wird aber auch Zeit“, sagte Maximilian Oppelt (CDU). Bald müssten die Kinder nicht mehr in einem Ambiente der fünfziger Jahre zur Schule gehen. Lange hatten Elternvertreter immer wieder vergeblich den schlechten Zustand beider Gymnasien angemahnt. Im KWR waren Gebäudeteile zuletzt so einsturzgefährdet, dass der Trakt abgesperrt wurde und einige Klassen ein Halbjahr in die Südstadt zur Birkenstraße pendeln mussten, wo sie dann stundenweise unterrichtet wurden. Experimente in den Physik- und Chemieräumen waren einige Wochen lang wegen maroder Leitungen verboten. Die Sophienschule platzt in ihrem denkmalgeschützten Hauptgebäude seit Langem aus allen Nähten.

„Immer wieder haben Eltern die Situation angemahnt“, sagte Wilfried Engelke (FDP) am Mittwoch im Schulausschuss. „Damit beschäftigen wir uns in vielen Gremien schon seit Jahren, das war ein Dauerbrenner.“ Umso unverständlicher sei es, dass die SPD-Fraktion im Bezirksrat Mitte den Beschluss über die Schulsanierung in dieser Woche gestoppt habe. Dies hätten die Sozialdemokraten gemacht, weil sie sich bei den Eltern im Wort gewähnt hätten, erläuterte SPD-Bildungsexperte Michael Klie gestern im Schulausschuss. Der Schulelternrat der Sophienschule hätte sich noch nicht mit dem Thema befasst. FDP und CDU nannten dies Vorgehen unverantwortlich. Es sei nur vorgeschoben, weil man etwas gegen öffentlich-private Bauprojekte oder generell gegen Gymnasien habe. Klie wies diese Kritik zurück.

Der Schulausschuss fasste jetzt einen einstimmigen Vorratsbeschluss, sodass mit der Planung begonnen werden kann. Der Bezirksrat Mitte muss das Thema noch einmal behandeln. „Wir gehen davon aus, dass vor den Sommerferien alles in trockenen Tüchern ist“, sagte Silvia Klingeburg-Pülm (Grüne). Es werde zu keinen weiteren Verzögerungen kommen. Auch Klie sagte dies zu.

Bis Ende 2020 soll die fünfzügige Sophienschule (rund 940 Schüler) jetzt an der Lüerstraße für 40 Millionen Euro in öffentlich-privater Partnerschaft neu errichtet werden. Es sei bedauerlich, dass eine Sanierung in dem traditionsreichen Hauptgebäude nicht möglich sei, da es nicht so viele schöne alte Schulgebäude in Hannover gebe, sagte Oppelt. Für zehn Millionen Euro erhält das KWR (730 Schüler) an der Seelhorststraße einen Erweiterungsbau, in dem auch eine Mensa und Räume für Ganztagsangebote untergebracht werden. Der veraltete Fachtrakt aus den Siebzigerjahren wird abgerissen. Voraussichtlich Mitte 2018 soll Baubeginn für beide Projekte sein, die Fertigstellung ist für 2020 geplant.
Im Schulausschuss wurden unterdessen noch weitere Großprojekte verabschiedet:

Neue Grundschule: Am Kronsberg soll eine neue dreizügige Grundschule entstehen, zudem soll die IGS Kronsberg, die bislang auf zwei Standorte verteilt ist, an der Kattenbrookstrift zusammengeführt werden. Der Zuzug durch weitere Neubaugebiete, aber auch der Zuwachs an Flüchtlingen werde die Schülerzahlen in dem Viertel steigen lassen, heißt es in der Vorlage der Stadt. Es soll auch eine vierte Sporthalle errichtet werden. Auch hier will die Stadt in öffentlich-privater Partnerschaft bauen lassen, bis 2020 soll das Projekt fertig sein.

Investition in Gymnasien: In den nächsten vier Jahren müssen auch viele Gymnasien erweitert werden, weil durch die Rückkehr zum Abitur nach 13 Jahren ein weiterer Jahrgang hinzukommt. Laut Berechnungen der Stadt wird dies ungefähr 42 bis 47 Millionen Euro kosten, 35 Millionen davon sind über das 500-Millionen-Euro-Investitonsprogramm abgedeckt, das Kämmerer Marc Hansmann für die nächsten zehn Jahre extra aufgelegt hat. Die Ricarda-Huch-Schule, die bislang vier Klassen pro Jahrgang hat, muss verkleinert werden, weil das Gebäude keine Erweiterung zulässt. Die Herschelschule und das Kurt-Schwitters-Gymnasium werden um einen halben Zug vergrößert.     

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