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Bahn plant zahlreiche Baustellen im Raum Hannover

Investition in Infrastruktur Bahn plant zahlreiche Baustellen im Raum Hannover

Die Bahn wird in diesem Jahr in Niedersachsen und Bremen 380 Millionen Euro in Bau- und Sanierungsprojekte stecken. Fahrgäste im Raum Hannover werden das in Form von Zugausfällen und längeren Fahrzeiten merken. Betroffen sind die Nord-Süd-Verbindung im Fernverkehr sowie die S-Bahn und die Heidebahn.

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Quelle: Archiv

Hannover. Die Investitionssumme für das Schienennetz und die Anlagen wie Stellwerke, Brücken und Sicherungstechnik ist nicht ganz so hoch wie im Vorjahr, hat aber Auswirkungen. "Wenn wir verlässlich informieren, verzeihen es uns unsere Kunden, wenn es länger dauert", sagt Ulrich Bischoping, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn. Nach Angaben von Michael Körber, technischer Leiter für Betrieb und Fahrplan, lässt die Bahn in Niedersachsen und Bremen knapp 350 Kilometer Schienenstrecke und 170 Weichen erneuern. "Die Baustellen haben einen Vorlauf von zwei Jahren und werden nach Möglichkeit direkt in die Fahrpläne eingearbeitet", erklärt Körber. Die Bauzeiten würden so gelegt, dass Pendlerströme nicht betroffen sind - also häufig in Ferienzeiten.

Baustellen mit Auswirkungen auf Hannover:

ICE-Strecke Hannover-Hamburg: Nördlich von Isernhagen lässt die Bahn vom 17. Juni bis 18. Juli 17 Kilometer Gleisstrecke samt Nebenanlagen erneuern. Als Folge erhöhen sich die Fahrzeiten für täglich bis zu 44 Züge um bis zu 30 Minuten. Im Nahverkehr fallen Züge aus, allerdings nicht im Regionalverkehr des Metronom. "Das wollten wir wegen der Pendlerströme Richtung Hannover vermeiden", sagt Bischoping.

ICE-Strecke Hannover-Göttingen: Hier laufen Sanierungsarbeiten vom 18. Juli bis zum 2. September und ziehen teils Streckensperrungen, teils eingleisigen Betrieb nach sich. Täglich werden dann 106 Züge auf die Strecke durch das Leinetal geleitet; 16 weitere fallen aus. Die Fahrzeit zwischen Hannover und Berlin verlängert sich, diejenige Richtung Süden bleibt gleich, weil die Bahn die Züge in Berlin früher abfahren lässt.

Heidebahn: Mitte Mai beginnt der Ausbau des letzten noch nicht modernisierten Streckenabschnitts zwischen Soltau und Walsrode, der sich bis ins zweite Quartal 2017 hinziehen wird. Als Ersatz pendeln zwischen den beiden Heidestädten Busse.

S-Bahn: Vor allem zwischen Springe und Hameln, aber auch zwischen den Ronnenberger Ortsteilen Empelde und Weetzen sind Gleise und Weichen zu erneuern. Betroffen ist vor allem die Linie 5 Richtung Hameln und Paderborn, dazu sind es teilweise die Linien 1 und 2. Durchschnittlich 40 Züge am Tag fallen aus.

Güterverkehr: Die Erneuerung dreier Brücken der Güterumgehungsbahn in Kirchrode und im Tiergarten haben begonnen. Zwischen dem 18. März und dem 18. April muss die Strecke an elf Tagen komplett gesperrt werden. Die Auswirkungen werden Hannoveraner zu hören bekommen. Täglich 80 Züge werden umgeleitet - teils über Linden, teils über den Hauptbahnhof.

Restliches Niedersachsen: Dickster Brocken im Investitionspaket ist mit 171 Millionen Euro, gestreckt über mehrere Jahre bis 2021, der Bau des elektronischen Stellwerks in Osnabrück. Wenn es fertig sind, sollen die Züge Richtung Münster und Rheine schneller unterwegs sein. Ferner lässt die Bahn an den Strecken zwischen Osnabrück und Bremen, Buxtehude und Hamburg sowie Oldenburg und Leer Gleise erneuern.

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