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Deutsche Bahn schafft Notrufsäulen an S-Bahnhöfen ab

Hannover Deutsche Bahn schafft Notrufsäulen an S-Bahnhöfen ab

Veraltete Technik und Datenschutz-Bedenken: Die Bahn entfernt auf den S-Bahnhöfen die Knöpfe für den Notfall und stellt die Videoüberwachung ein. Wenn die Geräte zuletzt noch benutzt worden seien, habe es sich um Fehlnutzungen, Testanrufe oder Informationsanfragen gehandelt. 

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Quelle: Heußinger

Hannover. Die Deutsche Bahn baut die Notruf- und Infosäulen an den Stationen im hannoverschen S-Bahn-Netz endgültig ab und stellt auch die Videoüberwachung ein. Zur Begründung teilt eine Sprecherin von DB Regio Nord mit, die analoge Übertragungstechnologie sei veraltet und die Datenschutzregeln für die Videoüberwachung hätten sich verschärft. „Zur Gefahrenabwehr sind die Geräte nicht mehr erforderlich, weil davon auszugehen ist, dass mindestens ein wartender Reisender an jedem Bahnhof über ein funktionsfähiges Handy verfügt“, sagt sie.

Die blau-roten Notruf- und Infosäulen im hannoverschen Netz waren eine deutschlandweite Besonderheit, die ihre Existenz der Expo verdankt. Es gibt sie an 56 der insgesamt 74 Stationen. Gleiches gilt für die Videoüberwachung. Diese soll aber laut DB Regio im Hauptbahnhof Hannover erhalten bleiben, weil dort eine besondere Gefahrenlage bestehe.

Vor zwei Jahren hatte das Unternehmen schon angekündigt, die fehlenden Bahnhöfe nicht nachzurüsten und defekte Kameras und Säulen nicht zu ersetzen. Damals hatten Region und Fahrgastverbände protestiert, sich aber nicht durchsetzen können. Jetzt verschärft die Bahn das Tempo und baut alles ab. „In einem Testzeitraum von einem Vierteljahr hat es keine wirklichen Notrufe gegeben“, erklärt die Sprecherin. Wenn die Geräte benutzt worden seien, habe es sich um Fehlnutzungen, Testanrufe oder Informationsanfragen gehandelt. Andererseits haben sich beispielsweise während Streikzeiten mit vielen Fahrplanänderungen immer wieder Fahrgäste bei dieser Zeitung beschwert, dass sie über die Rufsäulen nicht die eigentlich vorgesehene Verbindung zur Sicherheits- und Servicezentrale der Bahn bekommen hätten.

Smartphone statt Notrufsäule

DB Regio Nord weist darauf hin, dass alle Stationen der hannoverschen S-Bahn über eine Handynetzabdeckung verfügen. „Ein Notruf an die Nummern 112 (Feuerwehr) oder 110 (Polizei) ist der schnellere und direktere Weg“, sagt die Sprecherin. Zudem sei man durch die Handynutzung nicht an einen Standort am Gleis gebunden und könne sich bei drohender Gefahr in Sicherheit bringen. Die Kundeninformation laufe in sehr viel besserer Qualität über die Anzeigegeräte auf den Bahnhöfen und die Auskunftssysteme, die mit Mobiltelefonen erreichbar seien.

In Sachen Videoüberwachung fährt die Bahn keinen einheitlichen Kurs. Sowohl im Hauptbahnhof als auch im Inneren der S-Bahnen ist sie in der Vergangenheit ausgeweitet worden. Argumente dafür waren zum einen die Möglichkeit zur Verfolgung und Aufklärung von Straftaten, zum anderen die Stärkung des subjektiven Sicherheitsgefühl von Reisenden.

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