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Aus der Stadt Deutschlands Athleten bekommen Olympia-Outfit
Hannover Aus der Stadt Deutschlands Athleten bekommen Olympia-Outfit
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00:15 11.07.2016
Von Gunnar Menkens
Die Marathonläuferinnen Anna (links) und Lisa Hahner bekommen ihr Outfit. Quelle: Petrow
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Hannover

Der Zehnkämpfer Arthur Abele steht vor einem Kamerateam und beantwortet Fragen. Reine Routine. Seine Wünsche für Rio? Leistung bestätigen, um 8600 Punkte, vorne dabei sein, wohl die letzten Spiele für ihn. Plötzlich kommt eine offizielle Dame auf Abele zu, mit einer Hand bedeckt sie ein böses Zeichen auf seinem Shirt, sie lacht und sagt, da müsse sie leider darauf achten. Auf Abeles Shirt ist ein geschwungener Haken zu sehen, aber Sportler, die im August zu den Olympischen Spielen nach Rio fliegen, werden in offizieller Drei-Streifen-Optik ausgestattet. Ein Mitarbeiter des Deutschen Olympischen Sportbundes zieht seine Jacke aus, Abele zieht sie an, „Germany“ steht drauf, auch die Marke stimmt. Dann läuft die Kamera weiter, das Interview beginnt von vorn.

Etwa zwei Dutzend Athleten und weitere Funktionäre sind an diesem Donnerstag in der Sporthalle der Emmich-Cambrai-Kaserne in Vahrenwald erschienen, um sich für die Spiele einzukleiden. Schützen, Wasserspringer, Leichtathleten, die anderen kommen in den nächsten zwei Wochen. Hannover wurde gewählt, weil die Kaserne nah am Autobahnkreuz liegt. Wer zu tun hat wie die Tennisprofis, kann es sich auch schicken lassen. Ausgerüstet wird von Kopf bis Fuß, von Cap bis Badelatschen. Für jeden Programmpunkt gibt es einheitliche Teile, und es ist Pflicht, die Stücke zu tragen bei Eröffnungsfeier, Aufwärmen, Siegerehrungen, Pressekonferenzen, Besuch beim Botschafter und allem, was dazwischen liegt. Im Leitfaden steht, was Sportler beachten müssen, bis ins Detail. „Wenn Sonnenbrille, dann nur Adidas.“ 

Die Olympischen Spiele sind in Zeiten, wo nur der Fußball zählt, so etwas wie das Bestentreffen in Randsportarten geworden. Manche beherrschen die Kunst der Vermarktung, etwa die Marathon-Zwillinge Anna und Lisa Hahner, denen die Klamotten gefallen, wie sie sagen. Bald wartet noch ein Foto-Shooting. Handball-Europameister Kai Häfner ist hier die lokale Größe, er spielt beim TSV Hannover-Burgdorf. Zur Probe zieht er eine Jacke an, denn Häfner ist noch nicht nominiert, er muss warten, bis der Kader nominiert wird. „Fühlt sich gut an“, sagt er schon mal freundlich. Dann wirft er sich mit dem Magdeburger Kollegen Finn Lemke Bälle zu.

Kein Sportler wird hier abgeschirmt, kein PR-Mann steht daneben, wenn sie öffentlich etwas sagen, alles wirkt normal statt hochgezüchtet wie beim Profifußball. Arthur Abele erzählt, wie er vor zwei Wochen seine Weltjahresbestleistung schaffte, 8605 Punkte, kein anderer auf dem Globus war so gut. Leider war im Fernsehen Fußball-EM. „Nirgends eine Einblendung, eine Notiz, whatever, es war nichts zu sehen. Nur Fußball zählt, alles andere wird ausgeblendet, das geht mir richtig auf die Nerven, definitiv.“ Wer ihn sehen möchte, auch in der Hannover-Ausrüstung: Sein Wettkampf in Rio beginnt am 17. August.

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