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Deutschunterricht soll Integration beschleunigen

Sprachförderung von Flüchtlingen Deutschunterricht soll Integration beschleunigen

Elf Sprachlernklassen sollen für das neue Schuljahr in Hannovers Grundschulen entstehen. An weiterführenden Schulen sind es zwölf. Besonders an den Gesamtschulen bekommen auch Flüchtlingskinder in kleinen Gruppen Deutschunterricht. Ziel ist es, die Schüler schnell in den Schulalltag zu integrieren.

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An der Fichteschule in Hainholz unterrichtet Kristina Gräfenstein in der Sprachlernklasse. Sie stammt aus Kasachstan und weiß, wie es ist, fremd zu sein. 

Quelle: Tobias Kleinschmidt

Hannover. Im neuen Schuljahr, das in einer Woche beginnt, werden in Hannover vermutlich elf Sprachlernklassen an Grundschulen eingerichtet. Das ist eine Klasse mehr als im Schuljahr 2014/15, in dem erstmals überhaupt dieses Angebot schon für Grundschüler eingeführt worden war.

Die Zahl der Sprachlernklassen an weiterführenden Schulen bleibt unverändert bei zwölf. Hier sind es vor allem Gesamtschulen, an denen Flüchtlingskinder in kleinen Gruppen Deutsch lernen, bevor sie dann in ihre Regelklassen kommen. Maximal dauert die Sprachförderung ein Jahr, erklärtes Ziel aber ist es, die Kinder so schnell wie möglich in den normalen Schulalltag zu integrieren.

Konkrete Angaben darüber, mit wie vielen schulpflichtigen Flüchtlingskindern die Stadt rechnen muss, liegen nicht vor. Bislang wird nur die Zahl der Ausländer erfasst, die in der Landeshauptstadt leben. Ende Juli waren dies rund 92 000, davon waren 8060 unter 16 Jahre alt, 1106 davon waren kürzer als ein Jahr in Hannover. Im Alter zwischen 16 und 18 waren 1678 Ausländer, davon lebten 151 noch nicht einmal ein Jahr hier. Ob es sich dabei um Flüchtlinge handelt oder beispielsweise um Kinder eines Professors, der ein Gastjahr an der Universität absolviert, ist dabei unklar. Laut Stadtsprecherin Anja Menge soll die Zahl der schulpflichtigen Kinder aber künftig erfasst werden. Etwa jeder dritte minderjährige Flüchtling, der ohne Eltern nach Niedersachsen kommt, lebt in Hannover.

Für alle Flüchtlingskinder, die sechs Jahre und älter sind, gilt die Schulpflicht - allerdings nicht in den Erstaufnahmeeinrichtungen, sondern erst wenn die Familien auf Kommunen verteilt worden sind. Eigentlich liegt die Klassenobergrenze bei 26 Kindern in der Grundschule und bei 30 in den Gymnasien. Da man schlecht für etwaige Flüchtlinge Plätze freihalten könne, werde den Schulleitern bei der Klassenbildung mehr Spielraum eingeräumt, sagt eine Sprecherin des Kultusministeriums. Es mache keinen Sinn, Klassengemeinschaften auseinanderzureißen, weil ein Flüchtlingskind hinzukomme.

Auch das Land hat keinen Überblick darüber, wie viele schulpflichtige Flüchtlingskinder derzeit in Niedersachsen leben. Aufgrund des stetig wachsenden Flüchtlingsstroms seien Prognosen schwierig. „Jede Zahl, die wir heute nennen, ist morgen schon wieder überholt“, heißt es im Innenministerium. Sicher ist: Es kommen immer mehr. 2013 waren 1363 Kinder im Alter zwischen sechs und 15 Jahren nach Niedersachsen gekommen, im vergangenen Jahr waren es schon doppelt so viele. Im Juli 2015 lag ihre Zahl schon bei 2730. Hannover rechnet bis Ende 2016 mit rund 7000 Flüchtlingen insgesamt. Nach Expertenschätzungen dürften 40 Prozent von ihnen Kinder sein.

Die Schuleingangsuntersuchungen der Kinder finden in der Regel bei der Erstaufnahme statt, notfalls aber auch im laufenden Schuljahr bei der Region. Einen drohenden Ärzteengpass sieht man hier nicht.

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