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"Gesundbeten hilft nicht"

Neue Medizinstrategie der Diakonischen Kliniken "Gesundbeten hilft nicht"

Die Diakonischen Dienste Hannover (DDH) haben ihre Medizinstrategie 2020 vorgestellt - die medizinische Versorgung soll auf drei Standorte konzentriert werden. Umbau, Immobilienverkauf, Fördergeld und Personalabbau sollen Anna-, Henrietten- und Friederikenstift zukunftsfähig machen. Dafür sollen bis 2018 insgesamt bis zu 160 Stellen gestrichen werden.

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Quelle: von Ditfurth

Hannover. Außerdem sollen die 4300 Mitarbeiter in den nächsten vier Jahren auf Teile der Jahressonderleistung verzichten. Im Gespräch ist ein Verzicht von zwei Prozent der Jahressonderleistung in den nächsten vier Jahren.

In diesen Tagen starten die Verhandlungen des Klinikträgers mit der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi über einen Zukunftssicherungsvertrag. Bis 2018 sollen im Zuge des Umbaus des Konzerns zudem 160 Stellen gestrichen werden, in der Verwaltung, aber auch auf den Stationen - allerdings ohne betriebsbedingte Kündigungen.

„Wir setzen uns ehrgeizige Ziele, um selbstständig zu bleiben“, sagte Bernd Weber, Geschäftsführer der Diakonischen Dienste Hannover (DDH), am Dienstag. Nach der harten Verlustphase, die nach Aussage Webers zunehmend an die Substanz ging, sei die aktuelle wirtschaftliche Situation ermutigend. In diesem Jahr rechne er mit einem Verlust von zwei statt der kalkulierten drei Millionen Euro. Im nächsten Jahren hofft die DDH-Spitze auf eine schwarze Null. Das optimistische Ziel für 2018 ist eine Rendite von zwei Prozent.

„Gesundbeten hilft nicht“

„Wir brauchen Gewinne, um das Geld für die notwendigen Investitionen zu haben“, sagte Weber. „Gesundbeten hilft nicht.“ Jedes Jahr sollen Kosten von sieben Millionen Euro eingespart werden. Die Reinigungsarbeiten wurden bereits in ein Unternehmen ausgegliedert. Die eigene Klinik-Küche will das Management im Unternehmen halten.

Im Mittelpunkt der „Operation Zukunft“ des evangelischen Klinikkonzerns steht - wie berichtet - die Aufgabe von drei der sechs Standorte in der Stadt. Die Klinik für Hand- und Mikrochirurgie in der alten Unfallklinik an der Marienstraße, die HNO-Klinik am Lister Kirchweg und die medizinischen Abteilungen des Henriettenstifts in Kirchrode werden bis 2020 in die Stammhäuser umziehen - in die Humboldtstraße (Friederikenstift), in die Marienstraße (Henriettenstift) und nach Kleefeld (Annastift). Einige der geräumten Immobilien werden verkauft. Geplant ist zudem die Zusammenlegung medizinischer Angebote in Spezialzentren wie Innere Medizin, Bauchchirurgie oder Orthopädie und der Neubau eines Mutter-Kind-Zentrums auf der Bult.

Die DDH-Spitze hofft auf staatliche Unterstützung. Jeweils 35 Millionen Euro sind allein für das neue Mutter-Kind-Zentrum und für neue OP-Säle im Friederikenstift veranschlagt. Im diesjährigen Rennen um Landesfördergeld ist man leer ausgegangen. „Wir hoffen aufs nächste Jahr“, sagte Weber. Außerdem gibt es eine neue Geldquelle. Die jüngste Klinikreform sieht die Gründung eines Strukturfonds vor, der Kliniken beim Umbau finanziell unterstützt. In Niedersachsen wird der Fonds mit jeweils 47 Millionen Euro vom Bund und vom Land ausgestattet.

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