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Diakonie-Mitarbeiter fordern mehr Gehalt

Kundgebung im Annastift Diakonie-Mitarbeiter fordern mehr Gehalt

 Seit Monaten spitzt sich der Streit um das kirchliche Arbeitsrecht besonders in Niedersachsen immer weiter zu. Jetzt tragen die Diakonie-Beschäftigten ihren Unmut in die Synoden.

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Diakonie-Mitarbeiter haben am Sonnabend in Hannover mehr Gehalt gefordert.

Quelle: dpa

Hannover. Mit einer Demonstration in der Innenstadt hätten sie mehr öffentliche Aufmerksamkeit erzielt. Doch die rund 1500 Mitarbeiter aus Diakonie-Einrichtungen in ganz Niedersachsen wollten am Sonnabendmittag ihrem Protest im Konflikt um Tarifverträge, mehr Gehalt und bessere Arbeitsbedingungen dort Ausdruck verleihen, wo sich die  kirchlichen Arbeitgeber versammelt hatten: Weil die Synode der Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen zeitgleich auf dem Gelände des Annastiftes in Kirchrode tagte, marschierten die Demonstranten einmal im Dreieck entlang der umliegenden Straßen und hielten ihre Kundgebung anschließend auf dem Gelände des Annastiftes ab.

Mit einer Demonstration in der Innenstadt hätten sie mehr öffentliche Aufmerksamkeit erzielt.

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Neben Trillerpfeifern, Trommeln und Transparenten hatten die Diakonie-Beschäftigten auch 11.500 Unterschriften dabei, die sie an die Synodalen übergaben, um ihre Forderungen zu untermauern. Zum Protest aufgerufen hatte die Gewerkschaft ver.di zusammen mit der Ärztevertretung Marburger Bund und der Arbeitsgemeinschaft der Mitarbeitervertretungen der Diakonie Niedersachsen. „Wir werden es nicht länger hinnehmen, dass wir als Arbeitnehmer zweiter Klasse behandelt werden“, rief Manfred Freyermuth, Vorsitzender der Mitarbeitervertretungen ins Mikrofon. Er bezog sich damit auf den Sachverhalt, dass die evangelischen Kirchen in Niedersachsen und die Diakonie Tarifverträge für ihre Beschäftigten bisher ablehnen und statt dessen Löhne und Gehälter in arbeitsrechtlichen Kommissionen aushandeln. Zudem ist den Mitarbeitern das Streikrecht verwehrt. „Eine solche Haltung schadet der Glaubwürdigkeit von Kirche und Diakonie“, betonte Freyermuth. Die Diakonie vertritt dagegen die Position, dass der kirchliche, interne Verhandlungsweg  bessere Ergebnisse bringe als Tarifverträge.

Aufgrund dieses Konfliktes hatten im Januar 400 Beschäftigte der insgesamt 4500 Mitarbeiter der Diakonischen Dienste Hannover (DDH) aus Protest ihre Arbeit niedergelegt. Nach den Osterferien werde es weitere Streiks geben, wenn sich die Arbeitgeberseite nicht bewege, kündigte Joachim Lüddecke an, ver.di-Fachbereichsleiter des Landesbezirks Niedersachsen-Bremen. Der hannoversche Diakoniedirektor Christoph Künkel hatte am Donnerstag in einem offenen Brief die Mitarbeitervertretungen „zu konstruktiver Arbeit zum Wohle der Mitarbeitenden“ eingeladen. Insgesamt sind in den diakonischen Einrichtungen in Niedersachsen etwa 30.000 Menschen beschäftigt. 

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