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Aus der Stadt Diakonische Dienste geben drei Klinikstandorte auf
Hannover Aus der Stadt Diakonische Dienste geben drei Klinikstandorte auf
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00:30 12.07.2015
Von Mathias Klein
Das Gebäude in der Marienstraße, in dem die Klinik für Plastische-, Hand- und Mikrochirurgie untergebracht ist, soll verkauft werden. Quelle: Rainer Surrey
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Hannover

Hinzu kommt die Geburtsklinik direkt am Kinderkrankenhaus auf der Bult. Nach Informationen der HAZ wird der Betrieb des Lister Krankenhauses in ein anderes DDH-Krankenhaus verlagert. Die Klinik am Lister Kirchweg ist auf die Behandlung von Augen und den Hals-, Nasen- Ohrenbereich spezialisiert. Die Klinik für Plastische-, Hand- und Mikrochirurgie, die derzeit in der Marienstraße sitzt, wird in das Friederikenstift verlagert.

Auch am Standort Kirchrode wird es künftig keine Krankenhausabteilung mehr geben: Wie bereits im vergangenen Jahr berichtet, wird die dortige Geburtsklinik der Henriettenstiftung mit der des Friederikenstifts künftig auf dem Gelände des Kinderkrankenhauses auf der Bult weiter geführt. Dabei kooperieren die DDH mit dem Kinderkrankenhaus. Das Mutter-Kind-Zentrum soll bereits im Jahr 2018 in Betrieb gehen. Dazu gehört auch das bereits seit Jahren bestehende Perinatalzentrum, das die Henriettenstiftung gemeinsam mit dem Kinderkrankenhaus zur Versorgung von Frühgeborenen betreibt.

Die Abteilungen für Geriatrie und für Psychosomatik, die sich ebenfalls in Kirchrode befinden, sollen in der Henriettenstiftung in der Marienstraße unterkommen. Die Gebäude in Kirchrode wollen die DDH künftig im Bereich der Altenhilfe weiter nutzen, das Gebäude der Handchirurgie in der Marienstraße soll verkauft werden.

Wie zu erfahren war, sind die Schließungen Bestandteil der Medizinstrategie der DDH. Die Pläne sollen am am 14. Juli der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Zur Medizinstrategie gehört offenbar auch eine Reduzierung der Mitarbeiterzahl in den drei DDH-Krankenhäusern um 160 innerhalb von vier Jahren. Nach HAZ-Informationen sind betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen, die Geschäftsführung setzt auf natürliche Fluktuation. Etwas mehr als ein Drittel der Stellen sei bereits abgebaut worden, heißt es. Sollte sich die Ertragssituation bessern, falle der Stellenabbau geringer aus. Insgesamt arbeiten im Krankenhausbereich der DDH rund 3000 Frauen und Männer.

DDH-Sprecher Achim Balkhoff bestätigte am Donnerstag, dass die Medizinstrategie entsprechende Pläne beinhalte. Nähere Angaben wollte er nicht machen und verwies auf das Pressegespräch der DDH am kommenden Dienstag.

Die einst drei eigenständigen Krankenhäuser sollen bis zum kommenden Jahr unter einem Dach geführt werden. Friederikenstift und Henriettenstiftung sind bereits eine Einheit, im kommenden Jahr kommt das Annastift hinzu.

Seit dem vergangenen Jahr steht der erfahrene Krankenhausmanager Bernd Weber an der Spitze der Diakonischen Dienste. Er hatte Utz Wewel abgelöst, der den Finanzbedarf der DDH auf 91 Millionen Euro beziffert hatte. Von dieser Zahl ist heute keine Rede mehr. Offenbar befindet sich das Unternehmen auf gutem Weg in die schwarzen Zahlen.

Im vergangenen Jahr hat das Unternehmen einen Verlust von 5 Millionen Euro gemacht. Für dieses Jahr ist ein Minus von 3 Millionen Euro eingeplant, bisher sieht es jedoch offenbar besser aus. Ziel ist es, dass die DDH dauerhaft jährlich 6 Millionen Euro Gewinn machen, um Luft für Investitionen zu haben.

Henriettenstiftung in Kirchrode: Die Geriatrie kommt von der Schwemannstraße in die Henriettenstiftung in der Marienstraße, ebenso wie die Gynäkologie. An welchen Standort die psychosomatische Klinik verlagert wird, steht noch nicht fest. Die Geburtshilfe wird an die Bult verlagert. Dort wird in einem Mutter-Kind-Zentrum ab dem Jahr 2018 die Geburtshilfe der Diakonischen Dienste konzentriert, in Kooperation mit dem Kinderkrankenhaus auf der Bult.

Lister Krankenhaus: Die 50 Mitarbeiter des Lister Krankenhauses und die dort arbeitenden Fachärzte müssen sich auf einen Standortwechsel einstellen, wohin ist noch offen. Am Lister Kirchweg werden Patienten mit Augen-, Hals,- Nasen- und Ohrenleiden behandelt. Diese Bereiche wollen die Diakonischen Dienste nicht aufgeben.

Friederikenstift in der Marienstraße: Das Gebäude in der Marienstraße, in dem die Klinik für Plastische-, Hand- und Mikrochirurgie untergebracht ist, soll verkauft werden. Das Gebäude gilt bei den Diakonischen Diensten als suboptimal für den Klinikbetrieb. Die Klinik soll dann im Friederikenstift untergebracht werden.

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