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Aus der Stadt Mehr Menschen suchen Lebensberatung
Hannover Aus der Stadt Mehr Menschen suchen Lebensberatung
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00:15 30.08.2016
Von Simon Benne
Diakoniepastor Rainer Müller-Brandes. Quelle: Natalie Becker
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Hannover

Häufigster Grund für den Besuch seien Ehe- und Partnerschaftsprobleme gewesen, sagt Diakoniepastor Rainer Müller-Brandes: „Bei vielen Paaren wird heute die Rollenverteilung zwischen Mann und Frau neu ausgehandelt“, sagt er – in diesem Prozess sei dann häufig kommunikative Abstimmung gefragt, bei der Paare Unterstützung bräuchten.

Immer mehr Frauen zwischen 27 und 35 Jahren suchten in der Beratungsstelle Hilfe – ebenso wie Menschen, die älter sind als 55 Jahre. „Biografische Übergänge sind oft Krisenzeiten“, sagt Axel Gerland, der Leiter des Zentrums. Dazu zählten die Phase von Familiengründung und Berufswahl ebenso wie der Eintritt in den Ruhestand. Die Beratungsstelle wird zu 80 Prozent von der evangelischen Kirche sowie durch freiwillige Kostenbeiträge der Ratsuchenden finanziert. Betroffene bekommen dort binnen zwei Wochen einen Termin. Etwa 30 Prozent von ihnen erhalten eine einmalige Beratung, bei insgesamt 80 Prozent sei diese nach fünf Gesprächen abgeschlossen.

Verstärkt widmet sich das Beratungszentrum in jüngster Zeit dem betrieblichen Gesundheitsmanagement: Angesichts häufiger Klagen über hohe Belastung, Arbeitsverdichtung und Burn-Out sucht die Einrichtung gezielt Kontakt zu Firmen, die ihren Mitarbeitern psychologische Beratung ermöglichen wollen: „Der Bedarf ist groß, wir laufen offene Türen ein“, sagt Diplom-Pädagogin Angela Wilhelm. Das Beratungszentrum arbeite bereits mit 15 Betrieben zusammen, die unter anderem aus der Finanzbranche, dem Versicherungsbereich und dem Baugewerbe kommen.

Mehr als 600 Menschen nahmen bei der Einrichtung im Jahr 2016 eine Schwangerenberatung in Anspruch. „Unter anderem verzeichneten wir mehr Anfragen zu vertraulichen Geburten“, sagt Beraterin Karin Aumann. Seit einer Gesetzesänderung können Schwangere legal unter einem Pseudonym im Krankenhaus entbinden, und sie können ebenfalls anonym das Kind zur Adoption freigeben: „Bei uns haben bislang drei Frauen von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht“, sagt Aumann.

Sie engagieren sich im Frauenkreis oder im Posaunenchor: Rund 4000 Ehrenamtliche aus der ganzen Landeskirche trafen sich jetzt auf dem Messegelände - und feierten einen kleinen Kirchentag.

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