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Mehr Menschen suchen Lebensberatung

Diakonisches Werk Mehr Menschen suchen Lebensberatung

Das Diakonische Werk verzeichnet einen sprunghaften Anstieg von Menschen, die Lebensberatung suchen. Im Jahr 2015 ließen sich 1825 Ratsuchende im Evangelischen Beratungszentrum in der Oskar-Winter-Straße beraten – ein Plus von 239 gegenüber dem Vorjahr.

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Diakoniepastor Rainer Müller-Brandes.

Quelle: Natalie Becker

Hannover. Häufigster Grund für den Besuch seien Ehe- und Partnerschaftsprobleme gewesen, sagt Diakoniepastor Rainer Müller-Brandes: „Bei vielen Paaren wird heute die Rollenverteilung zwischen Mann und Frau neu ausgehandelt“, sagt er – in diesem Prozess sei dann häufig kommunikative Abstimmung gefragt, bei der Paare Unterstützung bräuchten.

Immer mehr Frauen zwischen 27 und 35 Jahren suchten in der Beratungsstelle Hilfe – ebenso wie Menschen, die älter sind als 55 Jahre. „Biografische Übergänge sind oft Krisenzeiten“, sagt Axel Gerland, der Leiter des Zentrums. Dazu zählten die Phase von Familiengründung und Berufswahl ebenso wie der Eintritt in den Ruhestand. Die Beratungsstelle wird zu 80 Prozent von der evangelischen Kirche sowie durch freiwillige Kostenbeiträge der Ratsuchenden finanziert. Betroffene bekommen dort binnen zwei Wochen einen Termin. Etwa 30 Prozent von ihnen erhalten eine einmalige Beratung, bei insgesamt 80 Prozent sei diese nach fünf Gesprächen abgeschlossen.

Verstärkt widmet sich das Beratungszentrum in jüngster Zeit dem betrieblichen Gesundheitsmanagement: Angesichts häufiger Klagen über hohe Belastung, Arbeitsverdichtung und Burn-Out sucht die Einrichtung gezielt Kontakt zu Firmen, die ihren Mitarbeitern psychologische Beratung ermöglichen wollen: „Der Bedarf ist groß, wir laufen offene Türen ein“, sagt Diplom-Pädagogin Angela Wilhelm. Das Beratungszentrum arbeite bereits mit 15 Betrieben zusammen, die unter anderem aus der Finanzbranche, dem Versicherungsbereich und dem Baugewerbe kommen.

Mehr als 600 Menschen nahmen bei der Einrichtung im Jahr 2016 eine Schwangerenberatung in Anspruch. „Unter anderem verzeichneten wir mehr Anfragen zu vertraulichen Geburten“, sagt Beraterin Karin Aumann. Seit einer Gesetzesänderung können Schwangere legal unter einem Pseudonym im Krankenhaus entbinden, und sie können ebenfalls anonym das Kind zur Adoption freigeben: „Bei uns haben bislang drei Frauen von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht“, sagt Aumann.

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