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Aus der Stadt Diakovere versetzt sämtliche Hebammen
Hannover Aus der Stadt Diakovere versetzt sämtliche Hebammen
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00:16 08.09.2016
Von Mathias Klein
Das Henriettenstift in Kirchrode.  Quelle: Martin Steiner/Archiv
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Hannover

Die Probleme mit Hebammen in den Kliniken von Diakovere sind offenbar gravierender als bisher bekannt. Das Klinikunternehmen greift in seinen beiden Geburtskliniken Henriettenstiftung und Friederikenstift (insgesamt mehr als 4000 Geburten pro Jahr) zu einer ungewöhnlichen Maßnahme: Die Hebammenteams der beiden Kliniken werden noch in diesem Monat komplett gegeneinander ausgetauscht. Diakovere-Sprecher Achim Balkhoff bestätigte am Montag entsprechende Informationen der HAZ.

Mit der Aktion soll laut Balkhoff die Geburtsklinik der Henriettenstiftung als der „stärkere Standort mit dem stabileren Hebammenteam“ gesichert werden - dem aus dem Friederikenstift. Das Team in der Henriettenstiftung sei aufgrund vieler Fehlzeiten häufiger geschwächt, berichtete Balkhoff weiter. Die Sicherstellung des erforderlichen Personalbestands habe in der Henriettenstiftung in der Vergangenheit häufiger Schwierigkeiten verursacht. „Der Standort hat allerdings aufgrund der höheren Geburtenzahl und des Levels 1 eine besondere Stellung in der Versorgung in Hannover.

Wie zu erfahren war, vermisst die Diakovere-Geschäftsführung bei den Hebammen der Henriettenstiftung die Bereitschaft, sich an der Lösung von Problemen zu beteiligen. Seit einiger Zeit gibt in der dortigen Geburtsklinik mehrere Krankmeldungen. Der Rest des Teams sei jedoch unwillig, wenn es um den Tausch von Dienste gehe, um Lücken in der Besetzung zu schließen, heißt es. Die Geschäftsführung hatte mehrere Lösungsvorschläge erarbeitet, dann aber kurzfristig den kompletten Austausch des Teams beschlossen. Offensichtlich sieht man keine andere Möglichkeit, die Situation in den Griff zu bekommen.

Geburtskliniken sollen gebündelt werden

Diakovere-Sprecher Balkhoff begründete den Austausch der Hebammenteams auch mit den Vorbereitungen auf das geplante Mutter-Kind-Zentrum auf der Bult. Dort will Diakovere künftig die beiden Geburtskliniken unter einem Dach bündeln. Mit dem dafür geplantem Neubau ist noch nicht begonnen worden. Bedenken von Eltern, die Hebammen des Friederikenstifts könnten der Aufgabe im Level-1-Zentrum Henriettenstiftung nicht gewachsen sein, versuchte Balkhoff gestern zu zerstreuen. „Die Hebammen, die vom Friederikenstift zur Henriettenstiftung nach Kirchrode wechseln, verfügen über langjährige berufliche Erfahrungen und sind allesamt bestens qualifiziert“, betonte er.

Die Mitarbeitervertretung von Diakovere äußerte sich zurückhaltend zu den Plänen. „Unser Ziel ist es, dass sich die Situation beruhigt“, sagte die Vorsitzende, Beate Hochhuth.

In jeder der beiden Kliniken gibt es derzeit 16 Vollzeitstellen für Hebammen, die auch alle besetzt sind. Bis zum Dezember will Diakovere acht weitere Vollzeitstellen einrichten und auch besetzen. Wie berichtet, musste die Henriettenstiftung wegen Hebammenmangels Anfang Juni wegen kurzfristiger Krankmeldungen zeitweise ihre Kreißsäle schließen. Die hochschwangeren Frauen wurden in andere Krankenhäuser geschickt.

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