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Aus der Stadt 8000 Menschen erleben "Eisige Welten"
Hannover Aus der Stadt 8000 Menschen erleben "Eisige Welten"
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00:18 22.02.2016
Von Uwe Janssen
Nach "Planet der Erde" haben die Macher mit "Eisige Welten" erneut eine bildgewaltige Show mit musikalischer Untermalung geschaffen. Quelle: Tim Schaarschmidt
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Hannover

Man möchte gar nicht wissen, wie kalt es da vorn wirklich ist. Am Pol. Dort, wo gerade die liebestollen Eisbären toben. Praktisch ist, dass die Arktis nur ein paar Meter entfernt ist, je nachdem, wo man sitzt in der TUI-Arena. Kalt ist es hier auch nicht, und die Eisbären sind zwar beängstigend groß, aber für Leib und Leben weitgehend ungefährlich, denn sie toben nur über eine riesige Leinwand. So lässt es sich aushalten am Nord- und Südpol.

8000 Freunde der edlen und aufwendigen Naturdokumentation haben sich in Hannovers größter Eventarena zum Public Viewing zusammengefunden, ohne Tore diesmal, aber auch mit Superzeitlupen und vielen tollen Szenen. Dass die BBC ebenso bildgewaltige wie informative TV-Formate produziert, hat sich spätestens seit "Planet Erde" herumgesprochen. Auch diese Serie ist schon als Live-Show unterwegs gewesen.

Bilder werden musikalisch dekoriert

Nun legen die Macher eiskalt nach. Und auch diesmal werden die Bilder musikalisch dekoriert, von einem Prager Symphonieorchester, 80 Mann stark und manchmal schon erschreckend exakt im Einklang mit den Bildwechseln. Das ist ein bisschen wie Kino ganz früher. Nur mit einer unvergleichlichen Wucht. Als ob die Bilder in ihrer Schärfe und ihren technischen Rafinessen nicht schon genug staunen machten. So stapft das Eisbärmännchen also im Takt der Live-Musik in den Fußstapfen des Weibchens, um Kraft im tiefen Schnee zu sparen. Wie Tierfilmer es schaffen, in der Schneehöhle des Weibchens die gerade geborenen Jungen zu filmen, wird Otto Normalhandyfilmer wohl auf ewig schleierhaft bleiben.

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Bei der Show in der TUI-Arena wurden die schönsten Bilder aus der BBC-Erfolgsserie "Eisige Welten" gezeigt - untermalt von der Musik George Fentons, der bereits die Musik für zahlreiche Serien- und Kinohits geschrieben hat.

Doch all diese Bilder von wandernden Pinguinen und kalbenden Gletschern bedürfen zumindest ein wenig der Erklärung. Und frei nach dem Motto "never change a running system" ist auch der Moderator derselbe wie bei "Planet Erde": Max Moor, bekannt auch aus diversen Kultursendungen, führt durch den Abend, mit ergänzenden Informationen, kleinen Anekdoten und der auch mal zwischen den Zeilen versteckten Botschaft, dass die Schönheit dieser Regionen nicht selbstverständlich ist, so wie der Mensch mit ihnen und dem Rest des Planeten umgeht.

Flammender Appell für den Klimaschutz

Wohlgemerkt: Der Abend ist kein flammender Appell für den Klimaschutz. Es funktioniert eher umgekehrt. Durch die Schönheit der Bilder und Moors kleine Denkanstöße bekommt das Gezeigte etwas unbedingt Erhaltenswertes. Nicht, dass man das nicht vorher wusste. Aber es wird einem noch einmal vor Augen geführt. Größer geht's nun wirklich nicht.

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