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Aus der Stadt „Weg vom Tatort, hin zur Realität“
Hannover Aus der Stadt „Weg vom Tatort, hin zur Realität“
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10:01 02.07.2015
Rechtsmediziner Professor Knut Albrecht demonstriert IdeenExpo-Aufsichtsrat Volker Schmidt und Gabriele Heinen-Kljajic die Arbeitsabläufe an einem Tatort. Quelle: Rainer Surrey
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Hannover

Zahlreiche Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen nutzen die IdeenExpo, um junge Menschen für Naturwissenschaften und Technik zu begeistern. Dieses Jahr möchte auch die MHH-Rechtsmedizin für sich werben. Denn anders als in der klassischen Medizin ist hier der Nachwuchsmangel ein großes Problem. „Es gibt zwar Studenten, die sich speziell für die Rechtsmedizin interessieren, die sind aber in der Unterzahl“, erzählt Professor Michael Klintschar, Direktor des Instituts für Rechtsmedizin an der MHH. „Interessierte haben die meisten Informationen nur aus dem Fernsehen. Wir müssen weg vom Tatort und hin zur Realität.“

Um den Besuchern der Ideenexpo diese Realität zu zeigen, hat das Institut unter dem Motto „Vom Tatort bis ins Labor“ ein Exponat mit vier Stationen geplant. Erste Station wird ein nachgestellter Tatort sein, an dem die Nachwuchsmediziner den Fundort inspizieren, Totenflecken und -starre sowie die Verletzungen des Toten dokumentieren können. Die zweite Station ist der Sektionsbereich. Auf einem Seziertisch werden anhand anatomischer Modelle und Puppen mögliche Verletzungen demonstriert und erklärt, wie man daraus Schlüsse zur Todesursache ziehen kann. Im anschließenden Laborbereich lernen die Besucher zum Beispiel, einen Herzinfarkt unter dem Mikroskop zu erkennen und andere weiterführende Untersuchungen zu machen. Der letzte Teil des Exponats ist eine historische Ausstellung zum Thema Rechtsmedizin.

Zum 50-jährigen Jubiläum der MHH werden sich dieses Jahr insgesamt 17 Abteilungen der Hochschule auf der Ideenexpo präsentieren. Neben vielen Exponaten gibt es auch wieder Workshops und Vorlesungen.

Dass dem Nachwuchs auf der Ideenexpo viel geboten wird, liegt auch der Niedersächsischen Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Gabriele Heinen-Kljajic, am Herzen. „Aufgrund des demografischen Wandels in Deutschland werden wir immer mehr junge Menschen für Naturwissenschaften und Technik begeistern müssen.“

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