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Aus der Stadt Die HAZ sucht den besten Fanfarenzug der Region
Hannover Aus der Stadt Die HAZ sucht den besten Fanfarenzug der Region
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21:28 29.04.2017
2016 setzte sich das Trompeter-Showcorps Leinegarde durch. Quelle: Philipp von Ditfurth
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Hannover

Mit dem König des Pop an ihrer Seite sicherten sich im vergangenen Jahr die Musiker des Trompeter-Showcorps Leinegarde die Goldene Fanfare. Mit Anzug, Hut und weißen Handschuhen bot das 50-köpfige Ensemble aus Neustadt ein Michael Jackson-Medley, das der Schützenfestbesucher so sicher noch nicht gehört hat. Aus „Bad“ und „Dirty Diana“ wurde dank dutzender Trompeten ein ausgelassener Stimmungs-Soundtrack eingebettet in schmetternde niedersächsische Musikkultur. Entsprechend bebte das Festzelt. Fans kletterten beim musikalischen Wettbewerb auf die Tische, pfiffen die Töne mit, tanzten und ließen auch die anderen Züge mit ausgefallenen Namen wie Hyäne Fischer oder die Flying Drums aus Hannover hochleben. Nun geht der Wettbewerb in die Fortsetzung.

„Wir wollen Spaß“

Seit 2015 messen sich beim Wettbewerb der HAZ-Redaktion regionale Fanfarenzüge mit Interpretationen von modernen Popsongs und Stimmungsliedern. Bei der Premiere wurde Pharrell Williams’ „Happy“ genauso von den Zügen vertont wie „Sweet Caroline“ von Neil Young, „Timber“ von Pitbull und „Atemlos“ von Helene Fischer. Am Ende setzte sich der Fanfarenzug Thönse durch. Der symbolische Preis - eine goldene Fanfare - schmückt noch heute nicht ohne Stolz das Vereinsheim in der Gemeinde. „Die Stimmung war großartig. Und es ist schon irre, wie viele Menschen uns auf die Fanfare angesprochen haben“, erzählt Bernd Rathmann.

Gemeinsam mit Guido und Anja Hasselbach, Musikleiter Marco Pflüger und weiteren Mitgliedern grübelt der Verein bereits an neuen Liedern für den Wettbewerb. „Wir wollen Spaß haben, denn Musik macht Spaß“, sagt Anja Hasselbach. Getreu ihres Mottos wollen sie in diesem Jahr wieder im regulären Wettbewerb starten. Auch die Leinegarde tritt erneut an. Weil das Ensemble aber im vergangenen Jahr gewonnen hat, starten die Neustädter außerhalb des Wettbewerbs und übernehmen die musikalische Einleitung. Normalerweise nimmt das Ensemble selbst nie an solchen Wettbewerben teil. „Wir haben mitgemacht, weil bei diesem Wettstreit der Spaß im Vordergrund steht, und da hatten wir Lust drauf“, sagt Thomas Lupke, der musikalische Leiter.

Wie modern und vielfältig ist die hannoversche Musikzugkultur wirklick? Auf dem Schützenfest hat die HAZ die "Goldene Fanfare" prämiert. (Fotos: Dillenberg/von Ditfurth)

Vor allem um den gemeinsamen Spaß soll es auch bei der dritten Goldene Fanfare gehen, die erneut auf dem Schützenfest vergeben wird. Im Festzelt Alt Hanovera sorgen DJ Arne und Kollegen erneut für Stimmung. Im vergangenen Jahr haben Schützenpräsident Paul-Eric Stolle, Bürgermeister Thomas Hermann und HAZ-Chefredakteur Hendrik Brandt den Ehrenpreis vergeben. Auch in diesem Jahr werden prominente Vertreter der niedersächsischen Musikkultur den Wettbewerb begleiten. Die Initiative Musikland Niedersachsen hat angekündigt, den Preis der Fanfare zu stiften.

So läuft der Wettbewerb ab

Der Ablauf des Wettbewerbs wird nicht umfangreich verändert. Bis zu acht Züge stellen in zwei Runden einen interpretierten Song vor. Das Publikum, die Thekenkräfte und ein Expertenkreis stimmen über die Darbietungen ab. Am Ende ziehen zwei Züge ins Finale ein und spielen einen dritten Song. Erneut entscheidet das Publikum mit Wertungskarten über den Gewinner der Goldenen Fanfare. Dazu gibt es Preise der Herrenhäuser Brauerei, eine Aufwandsentschädigung und die Möglichkeit für Züge, professionelle Pressefotos von sich machen zu lassen. Weitere Überraschungspreise sind in Planung.

Bewerben können sich Züge aus ganz Niedersachsen per Mail an hannover@haz.de mit dem Stichwort „Goldene Fanfare“. Aber auch zwei Züge aus dem gesamten Bundesgebiet können teilnehmen, denn beim Wettbewerb soll es auch um die Vernetzung der Züge untereinander gehen. Der Wettbewerb startet am Mittwoch, 5. Juli, um 19 Uhr. Der Eintritt für Fans und leidenschaftliche Schützenfestbesucher ist natürlich kostenlos.

Von Jan Sedelies

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