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31 Hochbahnsteige müssen saniert werden

Infra informiert 31 Hochbahnsteige müssen saniert werden

Die Infra muss 31 Hochbahnsteige sanieren. Das wird voraussichtlich mehrere Millionen Euro kosten. In die Bahnsteige, die zwischen 1999 und 2008 gebaut wurden, ist Chlorid in den Beton eingedrungen. Jetzt besteht die Gefahr, dass der Stahl in den Bahnsteigen angegriffen wird.

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Am Hochbahnsteig Herrenhäuser Gärten wurden die Schäden zuerst entdeckt.

Quelle: Michael Thomas

Hannover. Insgesamt 31 Hochbahnsteige in Stadt und Umland müssen für mehrere Millionen Euro saniert werden – und das zum Teil nicht einmal zehn Jahre nachdem sie errichtet wurden. In den Beton der Stadtbahn-Stationen, die zwischen 1999 und 2008 gebaut wurden, ist Chlorid eingedrungen. Verantwortlich dafür sei Streusalz, erklärte Stefan Harke, Chef der Infrastrukturgesellschaft (Infra), gestern im Verkehrsausschuss der Region. Bau- oder Planungsfehler lägen nicht vor.

Gemeinsam mit einem Ingenieurbüro, Betonexperten und der Üstra hat die Infra die 31 baugleichen Bahnsteige in den vergangenen Monaten untersucht. Obwohl die Gefahr besteht, dass der Bewehrungsstahl in den Bahnsteigen angegriffen wird, gebe es keine akute Gefahr, betonte Harke. „Auch bei einer Schädigung wird kein Bahnsteig zusammenbrechen“, betonte der Infra-Chef. Daher sei keine Eile geboten. Die Infra werde für die kommenden Jahre ein Sanierungsprogramm vorbereiten, in dem die betroffenen Bahnsteige nach und nach abgearbeitet werden sollen.

2017 drei Sanierungen

In diesem Jahr will die Infra drei Bahnsteige sanieren: Stadtfriedhof Lahe, Altwarmbüchen Zentrum und Tiergarten. Bei diesen Bahnsteigen seien ohnehin Arbeiten geplant gewesen, berichtete er. Die Haltestelle Tiergarten soll für Drei-Wagen-Züge verlängert werden. An den Haltestellen in Lahe und Altwarmbüchen müssen Baumängel beim Belag beseitigt werden.

An den drei Haltestellen soll zunächst der Bahnsteigbelag entfernt werden. Dann sollen die Arbeiter eine Abdichtung auf den Beton auftragen, damit künftig kein Chlorid mehr eindringen kann. Weil während der Bauarbeiten auch jeweils eine Ersatzhaltestelle eingerichtet werden muss, geht die Infra von Kosten in Höhe von 250 000 bis 450 000 Euro je Bahnsteig aus. Für die drei Bahnsteige seien im diesjährigen Etat der Infra 1,2 Millionen Euro vorgesehen.
Wie teuer die Sanierung der anderen Bahnsteige wird, steht nach Angaben von Harke nicht fest. Bei einigen Haltestellen könne die Sanierung preiswerter werden, meinte er.

An der Haltestelle Oldenburger Allee hatte die Infra die Betonschicht so weit entfernen lassen, bis die Stahlteile zu sehen waren. „Das machen wir so nicht mehr“, sagte Harke. Die Gesamtkosten von rund einer halber Million Euro entsprächen den Kosten für einen Abriss und Neubau.

Die neueren Hochbahnsteige haben eine Abdichtung, durch die kein Streusalz in den Beton eindringen kann. Die Infra hatte sich auch in anderen Städten erkundigt. Harke berichtete aus Stuttgart, dass dort die Hochbahnsteige eine Asphaltschicht hätten. „Da kann nichts mehr passieren“, betonte er, Salz könne nicht mehr eindringen. „Das sieht aber nicht so gut aus“, sagte Harke.

Ticketpreise steigen

Der Verkehrsausschuss hat gestern auch eine Anhebung der Fahrpreise für Busse und Bahnen beschlossen. Sie steigen zum 1. Januar 2018 durchschnittlich um 1,9 Prozent. Zugestimmt hat der Ausschuss auch der Schüler-Netz-Karte zum Preis von 15 Euro pro Monat.

Von Mathias Klein

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