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Kinderklinik feiert Geburtstag der MHH

Tag der offenen Tür Kinderklinik feiert Geburtstag der MHH

50 Jahre MHH – die Kinderklinik feiert mit. So lautete in diesem Jahr das Motto der Party vor dem Krankenhaus und im Innenhof. Drinnen hatte die Klinik außerdem zu einem Tag der offenen Tür geladen. Zum Geburtstag durften sich Kinder, Eltern und andere Gäste auch über ein umfangreicheres Programm freuen als in den Vorjahren.

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Klinik-Clown Bruno: „In der Klinik kümmern wir uns nicht nur um das Seelenheil der Kinder, sondern auch der Eltern.“

Quelle: Zgoll

Hannover. Für viele junge Besucher ist das Kinderfest vor den Türen der Kinderklinik der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) ein ganz normales Sommervergnügen. Die Kinder von Ärzten, Pflegern und Krankenschwestern oder von Ein-Tages-Gästen haben ihren Spaß am Schminktisch, schwingen den Schmiedehammer oder versuchen, ihr Gleichgewicht beim Balancieren auf dem Seil zu halten.

50 Jahre MHH – die Kinderklinik feiert mit. So lautete in diesem Jahr das Motto der Party vor dem Krankenhaus und im Innenhof.

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Die fünfjährige Mariam etwa ist mächtig stolz, neben Kutscher Carsten van der Velde sitzen zu dürfen und während der zehnminütigen Fahrt über das MHH-Gelände einen perfekten Blick auf die breiten Rücken von Wallach Rufus und Stute Mabel genießen zu können.

Doch es gibt auch Kinder, die an diesem Tag nicht mitfeiern können. Die, nur wenige Meter entfernt, ans Bett gefesselt sind. Die Infostände des Vereins Kinderherz oder der Selbsthilfegruppe nierenkranker Kinder und Jugendlicher machen schnell deutlich, dass manche Menschen dieses Fest nicht so unbeschwert feiern können wie ein x-beliebiges Straßenfest in der Nachbarschaft.

50 Jahre MHH – die Kinderklinik feiert mit

50 Jahre MHH – die Kinderklinik feiert mit. So lautete in diesem Jahr das Motto der Party vor dem Krankenhaus und im Innenhof; im Gebäudeinneren hatte die Klinik außerdem zu einem Tag der offenen Tür geladen. Weil es einen runden Geburtstag zu feiern gab, durften sich Kinder, Eltern und andere Gäste auch über ein umfangreicheres Programm freuen als in den Vorjahren. „Wir Mitarbeiter von der Spieloase haben sechs Monate Vorbereitung in das Programm investiert“, erzählt Erzieherin Claudia Erzfeld-Dokanikis.

Dass sich die Mühe gelohnt hat, bezeugt die Begeisterung des Publikums beim Auftritt von Kinderliedermacher Heiner Rusche oder bei der Show der Hip-Hop-Gruppe, die die Tanzschule an den Start geschickt hat. Auch die Wurfkünste der Basketballer in ihren Rollstühlen finden viel Anerkennung. Dass die warmen Grußworte von Wissenschaftsministerin Gabriele Heinen-Kljajic bei den jüngeren Gästen keine Jubelstürme hervorrufen, liegt in der Natur der Sache.

Klinik-Clown Bruno ist 78 Jahre alt. Und jung geblieben. Es fällt ihm nicht schwer, den achtjährigen Matthis und seine fünfjährige Schwester Isa mit seinen Scherzen und Zaubertricks in seinen Bann zu ziehen. Rechtschaffen stolz sind sie, als sie ihre Namen auf sein T-Shirt schreiben dürfen. „In der Klinik kümmern wir uns nicht nur um das Seelenheil der Kinder, sondern auch der Eltern“, erzählt der Senior, der schwerkranke Mädchen und Jungen oft über viele Monate begleitet. Und der sich ebenso wie seine drei Co-Clowns in der MHH nichts mehr wünscht, als die Patienten jede Woche für eine halbe Stunde zum Lachen zu bringen. Auf der Krebsstation, im Transplantationszentrum oder in der Mukoviszidose-Abteilung. Bis 1998 verlief das Leben von Bruno alias Reinhard Kabus-Duprée viel nüchterner – bis zu diesem Zeitpunkt war der Unternehmer Geschäftsführer beim Büroartikel-Händler Göbelhoff.

Die längsten Schlangen bilden sich an diesem Tag vor den zwei Tresen, an denen die Preise der Tombola ausgegeben werden. Rund 300 Firmen und Stiftungen, erzählt Claudia Erzfeld-Dokanikis, haben Sachpreise bis hin zum Kinderfahrrad oder kleine Reisen gespendet. Und weil unter 4000 Losen nur 500 Nieten dabei sind, verwundert die Vielzahl der Wartenden nicht. Immerhin bewirken sie mit ihrem Loskauf auch ihrerseits Gutes: Der Erlös ist zur Finanzierung einer Fahrt in den Serengeti-Park bestimmt, für Familien, die sich einen solchen Ausflug sonst nicht leisten könnten.

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