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Aus der Stadt Die Kröpcke-Sonne scheint erst 2015
Hannover Aus der Stadt Die Kröpcke-Sonne scheint erst 2015
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00:21 24.10.2014
Von Rüdiger Meise
In Zukunft soll eine Sonne aus LED-Leuchten den Kröpcke bei Dunkelheit erhellen. Quelle: Handout
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Hannover

Auf die Lichtinstallation, die in diesen Tagen eigentlich den neuen Kröpcke in der abendlichen Dunkelheit erhellen sollte, müssen die Hannoveraner noch einige Monate länger warten. Die Pläne für das rund 370.000 Euro teure und mit vielen LED-Leuchten strahlende Objekt hatten bei der Vorstellung viel Beifall erhalten - aber leider konnten sie nicht im geplanten Tempo verwirklicht werden. Der Grund dafür sind Probleme mit den Ausschreibungen für die Herstellung der Skulptur sowie für die Befestigungsarbeiten an den Gebäuden.

Die Verzögerung voraussichtlich bis Anfang 2015 hat allerdings auch eine Auswirkung, die zumindest bei den vielen Fans des Weihnachtsmarktes in der City für Freude sorgen dürfte: Die Pyramide auf dem Kröpcke, ein äußert beliebter Treffpunkt beim Stadtbummel in der Adventszeit, kann wenigstens in diesem Jahr noch an der gewohnten Stelle als Raststation beim Weihnachtseinkauf angesteuert werden. Im Frühjahr war für die Pyramide, die der Lichtinstallation nicht zu nahe kommen sollte, sogar die Verbannung an den Platz der Welstausstellung diskutiert worden. Gegen entsprechende Vorschläge regte sich allerdings heftiger Widerstand, viele Bürger bezeichneten den imposanten Glühweinausschank - mit 17 Metern Höhe wird er die Leuchtkunst um zwei Meter überragen - als Wahrzeichen des hannoverschen Weihnachtsmarktes. In späteren Jahren könnte die Pyramide von Gastronom Rainer Aulich um einige Meter versetzt, aber immer noch im Bereich des Kröpcke stehen - ohne der Lichtinstallation die Show zu stehlen. Aulichmuss zwar 2015 den Auslaufenden Vertrag über die Pyramide mit der Stadt neu verhandeln, bleibt aber optimistisch: „Die Lichtinstallation und die Pyramide behindern sich nicht“, sagt der Wirt. Während der Weihnachtsbeleuchtung soll die Skulptur ohnehin ausgeschaltet bleiben.

Das leuchtende Kunstwerk mit einem Durchmesser von drei Metern soll mit Stahlseilen zwischen den Geschäftshäusern am Kröpcke aufgehängt werden. Am neu gestalteten Kröpcke-Center ist der Haken für das Stahlseil bereits eingebaut. Die Befestigungen an den drei anderen Gebäuden fehlen noch. Für diese Arbeiten hatte sich in der ersten Ausschreibung kein Unternehmen beworben, sagte Stadtsprecher Alexis Demos. In einer zweiten Ausschreibung sei der Auftrag inzwischen vergeben worden.

Die Schlosserarbeiten für das von einer Hamburger Lichtplanerin gestaltete Objekt mussten ebenfalls neu ausgeschrieben werden - die Kostenvoranschläge, die im Rathaus eintrafen, lagen deutlich über den Vorstellungen der Stadt. Doch den geplanten Kostenrahmen will die Stadt nicht sprengen.

Es gibt bereits einen Rohling für die Skulptur in Form einer flachen Schüssel. Die Installation hat mit ihrem fünf Millimeter dicken Blech ein Gewicht von 330 Kilogramm. Das Modell hat die Stadt von Experten im Windkanal der Technischen Universität Braunschweig testen lassen - um sicher zu gehen, dass ein Sturm sie nicht herunterreißt.

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