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Die MHH-Apotheke wird noch einmal teurer

Kostensteigerung Die MHH-Apotheke wird noch einmal teurer

1,5 Millionen Euro mehr, Zeitpunkt der Inbetriebnahme unklar: Die Gesamtkosten für die Apotheke der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) belaufen sich gegenwärtig auf 16,7 Millionen Euro.

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Quelle: dpa

Hannover. Die Apotheke der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) wird noch teurer als bisher bekannt. Gegenwärtig werden die Gesamtkosten mit 16,7 Millionen Euro berechnet, heißt es in der Antwort des Finanzministeriums auf eine Anfrage der CDU-Landtagsfraktion. Das sind 1,5 Millionen Euro mehr, als das Ministerium bisher mitgeteilt hatte.

In seiner Antwort lässt das Finanzministerium durchblicken, dass der Bau sogar noch teurer werden könnte. Eine Aussage darüber sei jedoch erst zu einem späteren Zeitpunkt möglich, heißt es in dem Papier. Außerdem verzögert sich die Fertigstellung des Baus weiter. An der Apotheke wird seit mehr als fünf Jahren gebaut.

Kostensteigerung

Ursprünglich waren für den Bau 12 Millionen Euro eingeplant. Vor einem Monat hatte das Ministerium auf HAZ-Anfrage dann mitgeteilt, mit Kosten von 15,2 Millionen Euro zu rechnen, jetzt wurde die weitere Kostensteigerung bekannt. Begründet werden die Mehrkosten unter anderem mit einer umfangreichen Erweiterung der Leistungen zur Einhaltung der Reinraum­anforderungen.

Zudem ist derzeit offenbar unklar, wann die MHH-Apotheke komplett in Betrieb gehen kann. So befindet sich die Sterilherstellung derzeit noch im Probebetrieb. Der vierte Bauabschnitt mit Reinräumen für die Herstellung von Frühgeborenennahrung „kann nach Genehmigung eines vorliegenden Nachtrags baulich fertiggestellt werden“, heißt es in der Antwort des Ministeriums. Ursprünglich sollte die Apotheke komplett Ende 2014 fertig sein.

Komplexe Bauweise

Bauten „im Bereich der Universitätsmedizin sind aufgrund ihrer Komplexität im Bereich der Kosten und der Zeitplanung eine besondere Herausforderung“, heißt es in der Ministeriumsantwort. Außerdem sei in diesem Bereich das Baufeld sehr eng, und der „desolate Zustand von Bausubstanz und Gebäudetechnik“ sei oft erst in der Bauphase erkennbar gewesen.

Der Finanzexperte der CDU-Landtagsfraktion, Stephan Siemer, reagierte auf die Antworten irritiert, weil Wissenschaftsministerin Gabriele Heinen-Kljajic (Grüne) im Landtag trotz expliziter Nachfragen der Abgeordneten dazu keine konkreten Auskünfte gegeben habe.

Es sei weiterhin völlig unklar, welche Konsequenzen aus den Problemen bei den MHH-Bauten hinsichtlich der künftigen Zusammenarbeit von MHH, Staatlichem Baumanagement und Wissenschaftsministerium gezogen werden sollen. „So kann es auf keinen Fall weitergehen“, betonte er. Siemer kündigte weitere Nachfragen zur MHH an.

Wie berichtet steht das für 30 Millionen Euro neu gebaute Laborgebäude seit mehr als zwei Jahren leer. Dort sind durch gravierende Planungsfehler Mehrkosten von rund 5 Millionen Euro entstanden. Bei dem Bau waren eine nicht ausreichende Lüftungsanlage, eine zu geringe Stromzufuhr und eine zu kleine Notstromversorgung eingeplant worden.

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