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Mieten in Hannover steigen um mehr als 5 Prozent

Mietpreisspiegel Mieten in Hannover steigen um mehr als 5 Prozent

Mieter in Hannover müssen immer tiefer in die Tasche greifen. In den vergangenen zwei Jahren ist der Quadratmeterpreis in der Landeshauptstadt um 5,6 Prozent gestiegen, wie aus dem Mietspiegel für 2017 hervorgeht, den die Stadt vorgelegt hat.

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Seit vier Jahren steigen die Mieten in Hannover stetig an.

Quelle: dpa

Hannover. Seit 2011 sind die Mieten damit um insgesamt 11,8   Prozent geklettert. Von heute an gilt in Hannover und Langenhagen sowie 17 weiteren niedersächsischen Kommunen die Mietpreisbremse, die den Preisanstieg auf dem Wohnungsmarkt dämpfen soll. Der Mieterbund begrüßt die Einführung, die Wohnungswirtschaft verweist darauf, dass die Mieten in anderen Großstädten trotz der Preisbremse deutlich angezogen hätten.

Besonders stark gestiegen sind in Hannover die Mieten für mittelgroße Neubauwohnungen ab Baujahr 1995 in normalen Wohnlagen sowie für größere Wohnungen aus den Achtzigerjahren in guten Wohnlagen. In beiden Kategorien haben die Quadratmeter-Kaltmieten um 93 beziehungsweise 62 Cent angezogen – das macht bei einer 60 Quadratmeter großen Wohnung zwischen 37 und 56 Euro im Monat aus. „Das tut Mietern mit normalem Einkommen schon weh im Portemonnaie“, sagt Randolph Fries vom Deutschen Mieterbund.

Insgesamt liegt die ortsübliche Vergleichsmiete in Hannover bei 6,51 Euro kalt pro Quadratmeter – 2011 waren es noch 5,82  Euro. Allerdings könnten die Durchschnittspreise leicht darüber hinwegtäuschen, dass die Mieten in besonders begehrten Wohnlagen deutlich stärker anstiegen, hieß es beim Mieterbund.

Abhilfe schaffen soll die Mietpreisbremse. Sie tritt in Niedersachsen aber nur für 19 ausgewählte Städte und Gemeinden in Kraft. Das sind Braunschweig, Buchholz in der Nordheide, Buxtehude, Göttingen, Hannover, Langenhagen, Leer, Lüneburg, Oldenburg, Osnabrück, Vechta und Wolfsburg sowie die Inselgemeinden. Hier steigen die Mieten deutlich stärker als im bundesweiten Durchschnitt, und die Mietbelastung der Haushalte ist höher als im Rest von Deutschland, wie eine eigens in Auftrag gegebene Untersuchung der landeseigenen N-Bank ergeben hatte. Insbesondere Menschen mit geringem Einkommen haben zunehmend Schwierigkeiten, die Mieten in den genannten Orten zu bezahlen. Das will die rot-grüne Landesregierung mit der Mietpreisbremse ändern. Das Gesetz schreibt vor, dass der Quadratmeterpreis bei einer Neuvermietung höchstens 10  Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen darf. Allerdings gibt es auch Ausnahmen – etwa, wenn die Miete schon vorher teurer war oder bei Neubauten oder Komplettsanierungen.

Der norddeutsche Verband der Immobilienwirtschaft kritisierte die Bremse gestern scharf. Sie werde die Neubauaktivität reduzieren, was wiederum zum Mietanstieg führe. Der Verband der Haus- und Grundbesitzer hat sogar Klage dagegen eingereicht.
Hendricks plant Bauzuschuss: Bauministerin Barbara Hendricks will Familien mit bis zu 20 000 Euro unter die Arme greifen, wenn sie in Gegenden mit knappem Wohnraum ein Eigenheim kaufen oder bauen. Die Höhe der Förderung solle sich nach der Zahl der Kinder richten, sagte die SPD-Politikerin am Mittwoch. Außerdem will die Bundesregierung mit einem neuen Baurecht mehr bezahlbaren Wohnraum in Städten schaffen.

Mietpreisspiegel 2017

Der Mietspiegel für Hannover kann hier heruntergeladen werden.

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