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Die Milch macht’s - seit 50 Jahren

Ahlemer Institut der HS Hannover Die Milch macht’s - seit 50 Jahren

Was 1965 an der Heisterbergallee als Institut der Landwirtschaftskammer mit 30 Teilnehmern startete, ist heute ein aufstrebender Bereich der Hochschule Hannover (HsH) mit 120 Studienanfängern. Die „Ahlemer Ingenieure“ haben am Wochenende ihr 50-jähriges Bestehen gefeiert - mit mehr als 400 Ehemaligen und vielen Milchprodukten.

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Die Bioverfahrens-Fakultät der Hochschule Hannover wird 50 - ein Rundgang durch das Technikum mit Prof. Dr. Britta Rademacher.

Quelle: Philipp von Ditfurth

Hannover. Denn der Ingenieur für Milch- und Molkereiwirtschaft stand am Anfang. Seit 1971 ist die einst dreijährige Ingenieursausbildung ein Studiengang der Hochschule Hannover, die damals allerdings noch Fachhochschule hieß.

Viele der mittlerweile rund 1500 Absolventen arbeiten in der Zulieferindustrie, entwickeln etwa Aromen oder Verdickungsmittel für die Milch, oder spezialisieren sich auf die entsprechende Apparatetechnik. Sieben Semester dauert der Bachelor-Studiengang milchwirtschaftliche Lebensmitteltechnologie, daran schließt sich noch ein drei Semester umfassendes Master-Studium an. „Das machen zwischen einem Viertel und einem Drittel der Studierenden“, sagt Prof. Britta Rademacher, Studiendekanin für die Fakultät II (Maschinenbau und Bioverfahrenstechnik) an der HsH.

Seit 1997 gibt es am Standort im Ahlem nicht nur Milchexperten. Neu hinzu kam der Studiengang „Technologie nachwachsender Rohstoffe“ und zehn Jahre später der Bereich „Lebensmittelverpackungstechnologie“. „Verpackungen lassen sich heutzutage leichter öffnen, sind wiederverschließbar und benötigen weniger Material“, sagt Rademacher. Viele Lebensmittel würden unter Schutzgas verpackt und seien länger haltbar, weil sie nicht mit Sauerstoff in Berührung gekommen seien. In den vergangenen 50 Jahren hat sich auch die Branche erheblich gewandelt.

„Ein starker Konzentrationsprozess bei den Erzeugern wie in der Verarbeitung“ ist für Rademacher die wichtigste Veränderung, die auch an die Ingenieure immer größere Anforderung stelle. Deutschlandweit gibt es nur noch 120 Fabriken, in denen Milch verarbeitet wird. Und diese werden immer größer und technisch komplizierter. Ein Fünftel der gesamten Produktion landet beim Deutschen Milchkontor. Täglich werden an den einzelnen Standorten laut Rademacher zwei bis drei Millionen Liter Milch verarbeitet. Ein Ausfall der Technik kostet da das Unternehmen gleich Millionen.

Für Johannes Coenen aus dem Münsterland, der 1983 sein Studium in Ahlem beendet hat, ist noch ein anderer Trend unübersehbar: „Die Internationalisierung; die Dorfmolkerei ist tot, die Konzerne sind heute globale Spieler.“ Corinna Knipper aus Osnabrück und Ulrike Sommer aus Elsten, das zur Gemeinde Cappeln im Kreis Cloppenburg gehört, haben 2006 ihr Studium beendet. Die Arbeit in der Milchwirtschaft sei bis heute ein Traumjob, meinen beide.

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