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13.000 Besucher bei "Nacht, die Wissen schafft"

Leibniz-Uni 13.000 Besucher bei "Nacht, die Wissen schafft"

Gravitationswellen können ein Publikumsmagnet sein: Bei der "Nacht, die Wissen schafft" zeigt die Leibniz Universität, wie spannend Forschung sein kann - und Tausende Besucher lassen sich von Experimenten in den Bann ziehen.

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Experimente faszinieren die Besucher der Leibniz-Uni bei der "Nacht, die Wissen schafft".

Quelle: Benne

Hannover. Der kleine Saurier wirkt fast etwas verloren zwischen den Maschinen, die "tubuläre Kontinuumsroboter" heißen. Dabei ist er gewissermaßen ihr Urahn: "Unsere Roboter sind der Natur nachgebildet", sagt Carolin Fellmann. Die Mechatronikerin zeigt erst auf den beweglichen Schwanz des Sauriermodells und dann auf die Tentakel der Roboter, die wie kleine Schläuche aus Metall aussehen: "Beide funktionieren ohne starre Gelenke", sagt sie. Teils werden solche Schläuche schon heute eingesetzt - in der minimalinvasiven Chirurgie, bei der Suche in Erdbebentrümmern oder der Inspektion von Turbinen können sie auf engstem Raum um Ecken herumkommen.

Bei "Die Nacht, die Wissen schafft" hatten am Samstag zahlreiche Institute der Leibniz Universität ihre Türen geöffnet, führten Experimente vor und luden zum Mitmachen ein.

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Vor dem Tisch, der in der Leibniz Universität aufgebaut ist, stehen mehrere Kinder und staunen. Wenn Staunen am Anfang aller Forschung steht, ist diese Nacht die Geburtsstunde einer großen Portion Forschergeist. Rund 13 000 Besucher sind zur fünften "Nacht, die Wissen schafft" gekommen. Die Uni zeigt an diesem Abend, wie spannend Forschung sein kann. Mehr als 180 Experimente gibt es zu sehen; die Besucher können erfahren, wie es auf dem Mars aussieht, sie können erfahren, wie segensreich Windkraft wirken kann und was es mit den Gravitationswellen auf sich hat, deren Entdeckung Hannover im vergangenen Jahr fast einen Nobelpreis eingetragen hätte.

Physikprofessor Benno Willke erklärt die Sache mit den Gravitationswellen im Albert-Einstein-Institut. Es geht die Raum-Zeit-Krümmung, um zwei schwarze Löcher, die vor 1,3 Milliarden Jahren miteinander verschmolzen sind, und um die Wellen, die so ein spektakuläres Ereignis schlägt. Im T-Shirt steht der Physiker in einem völlig überfüllten Vortragssaal und spricht über all das. Für Forscher ist diese "Nacht, die Wissen schafft" auch eine Art Alltagstest; hier können sie ausprobieren, ob sie ihr Wissen auch Laien verständlich machen können. "Es ist ein Lohn für unsere Arbeit, wenn wir sehen, dass sich auch Menschen für unsere Forschung begeistern, die keine Fachleute sind", sagt Willke.

"Diese Nacht bietet Wissenschaft zum Anfassen", sagt Uni-Präsident Volker Epping. Der neunjährige Mattis, der mit seiner Schwester Marie aus Bemerode an die Leibniz-Uni gekommen ist, hat schon ein paar Experimente zum Thema Hören mitgemacht. Jetzt blickt er auf die Roboter im Lichthof der Universität: "Ich will auch einmal Forscher werden", sagt er dann. "Oder Erfinder."

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