Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus der Stadt Special Olympics in Hannover eröffnet
Hannover Aus der Stadt Special Olympics in Hannover eröffnet
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:16 09.06.2016
Mit Musik und Showeinlagen: Die Special Olympics in Hannover sind eröffnet. Quelle: Rainer Droese
Anzeige
Hannover

Hannover ist startklar. Da ist sich Stefan Schostok sicher. Deshalb freut sich der Oberbürgermeister darauf, die gut 4800 Sportler bei den Special Olympics, den nationalen Wettkämpfen für Menschen mit geistiger Behinderung, endlich in der Stadt begrüßen zu können. Die 20 Sportstätten sind präpariert, mehr als 2200 freiwillige Helfer bereit für die Athleten. „Es wird heiß, und das nicht nur wegen der Temperaturen“, sagte er. Wie es sich für ein sportliches Großevent gehört, wurden auch die Special Olympics mit einer spektakulären Eröffnungsfeier in der Tui-Arena gestartet - mit Fahnenträger, Hymne, Athleteneid und einer Fackel.

10.500 Teilnehmer und Zuschauer waren gestern Abend dabei, als Schostok sie von den gut 500.000 Hannoveranern grüßte. "Wir haben euch so lange erwartet, schön, dass ihr endlich da seid!" sagte der Oberbürgermeister unter großem Jubel der Sportler. Auch Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius und Regionspräsident Hauke Jagau hießen die Athleten in Hannover willkommen. "Es ist wichtig, dass die Sportler den Menschen in der Region ihre Leistungen zeigen können", sagte Jagau. Er freue sich besonders auf die Beachvolleyball-Wettbewerbe, die direkt am Kröpcke ausgetragen werden. Pistorius bedauerte, dass er wegen der Landtagssitzungen wohl nicht zum Zuchauen kommen wird. 

Doch bevor die Sportler sich in ihren Dispiplinen wie Leichtathletik, Tennis, Fußball, Schwimmen oder eben im Beachvolleyball ab heute messen, feierten sie sich mit einer bunten Show, die von Menschen mit und ohne Behinderung gestaltet wurde: Es gab Live-Musik, Akrobatik unter anderem von dem Duo Piti, Fabelwesen, die auf Stelzen liefen und Tanzaufführungen, die das Publikum begeisterten. Daniela Schadt, Schirmherrin der Olympischen Spiele und Lebensgefährtin von Bundespräsident Joachim Gauck, wünschte den Athleten tolle Spiele. "Ich erkläre feierlich die Special Olypics für eröffnet." Die von einem Orchester begleitete Hymne der Spiele konnten viele Zuschauer textsicher mitsingen. Höhepunkt war jedoch die Fackel, die bei dem Festakt nicht fehlen durfte. Bereits am Nachmittag wurde sie im Neuen Rathaus auf den Weg in die Arena geschickt. Sie wurde von Läufern erst zu Maschsee getragen, dann fuhr sie dort mit einem Drachenboot übers Wasser und anschließen brachten Radfahrer sie auf das Messegelände. Als sie endlich auf der Bühne entzündet wurde, hielt es niemanden mehr auf den Plätzen. 

Tosenden Applaus erhielt aber auch Per Mertesacker, der gemeinsam mit den Sportlern Laura Hardy und Herbert Krüger das Gesicht der Spiele ist. "Ich weiß gar nicht, wann ich die halle das letzte Mal so voll gesehen habe und ich bin stolz, dabei zu sein", sagte er mit. Es ist eine Herzensangelegenheit des ehemaligen Fußball-Nationalspielers, die Sportler zu unterstützen. "Habt Spaß an dem, was ihr macht", gab er ihnen für den Wettkampf mit auf den Weg. 

Auch Ministerpräsident Stephan Weil (r.) und OB Stefan Schostok (2. v.r.) waren bei der Eröffnung dabei. Quelle: Rainer Droese

Von Isabell Rollenhagen

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die geplante Umwandlung von gut 800 Kleingärten in Bauland sorgt für Verärgerung in mehreren Kleingartenvereinen. Es ist die Rede von einem "Kleingartenbeseitigungskonzept". Mehrere Vereinsvorsitzende seien über die Schließungsabsichten gar nicht informiert worden.

09.06.2016

Mit einem "Total-Herbizid" soll der Eigentümer einer ehemaligen Kleingartenfläche an der Zuschlagstraße Amphibien-Laichgewässer zerstört haben. Die hannoversche Kreisgruppe des Bundes für Umwelt- und Naturschutz (BUND) hat Strafantrag gestellt.

Conrad von Meding 09.06.2016
Aus der Stadt Flüchtlinge und Bürokratie - Weit ist der Weg nach Afrika

Riester-Rente, Einkommensteuer, Kurzarbeitergeld: Patrick W. (Name geändert) kam vor zwei Jahren nach Deutschland. Die Verwaltungsroutine erwischte ihn mit ganzer Wucht. Eine Geschichte darüber, was passieren kann, wenn routinierte Bürokratie auf einen Flüchtling trifft.

Gunnar Menkens 09.06.2016
Anzeige