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Die Stadt stellt Zeit des Nationalsozialismus dar

Eröffnung Lernort Die Stadt stellt Zeit des Nationalsozialismus dar

In zwei Jahren will die Stadt Hannover in der früheren Volkshochschule am Friedrichswall einen Lernort eröffnen, der Hannovers Geschichte während der NS-Zeit darstellen soll. Mitarbeiter der Städtischen Erinnerungskultur haben jetzt ein Konzept dafür vorgestellt. 

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In zwei Jahren soll der Lernort in der früheren Volkshochschule am Friedrichswall eröffnet werden. 

Quelle: Tim Schaarschmidt

Hannover. Ein Satz des hannoverschen Soziologen Oskar Negt steht über allem: „Demokratie ist die einzige Staatsform, die gelernt werden muss.“ Diesen Gedanken hat die Stadt nun aufgenommen in einem Konzept, das die hannoversche Stadtgesellschaft im Nationalsozialismus darstellen soll.

So jedenfalls lautet ein Arbeitstitel, der nur unzureichend wiedergibt, was auf 700 Quadratmetern, dem Raum von vier großen Lister Altbauwohnungen, Platz finden soll: Die Geschichte des Nationalsozialismus von 1933 bis 1945, dessen Vorbedingungen seit Ende des 19. Jahrhunderts sowie das rechtsextreme Denken bis in die Gegenwart hinein.

Das Konzept wurde am Freitag im Kulturausschuss des Rates erstmals vorgelegt, jedoch weder beschlossen noch diskutiert. Fraktionen haben noch Beratungsbedarf. In dem 18 Seiten umfassenden Papier wird jedoch bereits deutlich, wie der sogenannte Lernort gestaltet sein soll. Die zentrale Überschrift lautet: „Mitmachen oder widerstehen?“ Dabei geht es, auch am Beispiel 40 hannoverscher Biografien, um jüdische Familien, KZ-Aufseher, Euthanasieopfer oder Richter. Sie zeigen exemplarisch den Weg in die NS-Herrschaft, Nationalsozialismus an der Macht und den Zweiten Weltkrieg. Ein weiterer Pfad beschreibt den schwierigen Umgang mit dem Erbe der NS-Zeit nach 1945.

Mitarbeiter der Städtischen Erinnerungskultur, darunter der Historiker Karljosef Kreter, haben das Lernort-Konzept ausgearbeitet. Ein Ziel, das sie selbst als ehrgeizig beschreiben: „besonders kritische oder leicht gelangweilte Jugendliche zu erreichen“. Ein Weg dorthin soll die Einbindung der Besucher sein, etwa durch eine „Eintrittskarte“, mit der sie das Leben eines Zeitzeugen nachverfolgen können. Die Stadt hat für den Lernort 430 000 Euro bereitgestellt.

Künstlerhaus: Für die seit vier Jahren leer stehende Gastronomie gibt es nun drei Interessenten. Das wurde im Kulturausschuss bekannt. Ein Architekturgutachten sieht vor, die Restauranträume im Keller in den Innenhof zum Theater hin zu öffnen.

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