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Aus der Stadt Die Suche nach einem neuen Kämmerer beginnt
Hannover Aus der Stadt Die Suche nach einem neuen Kämmerer beginnt
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06:00 24.11.2016
Von Andreas Schinkel
Hannover

Die Zeit drängt, denn bereits am 1. April tritt Hansmann seine neue Stelle im Vorstand der Stadtwerke an. Hinter den Kulissen sondieren die Parteien des Ampel-Bündnisses - SPD, Grüne und FDP - schon mal, was gehen könnte. Soll der neue Kämmerer ein SPD-Parteibuch haben? Soll eine Frau bevorzugt werden? Auch ein Liberaler als Finanzexperte im Rathaus läge nicht fern.

Die SPD wünscht sich einen Sozialdemokraten als Nachfolger, beharrt aber nicht darauf. „Die Kompetenz ist das wichtigste Kriterium“, sagt SPD-Fraktionschefin Christine Kastning. Die Grünen bezweifeln, dass die Sozialdemokraten ihre liberale Ansicht durchhalten, schließlich hatte die SPD ursprünglich das Vorschlagsrecht für den Kämmerer-Posten inne. Das Privileg stammt aber aus Zeiten rot-grüner Mehrheit im Rat, und die sind jetzt vorbei. Aktuell ist Hansmann der letzte Dezernent mit rotem Parteibuch in der Führungsetage des Rathauses, von Oberbürgermeister Stefan Schostok einmal abgesehen.

„Wir werden uns schon einig“, sagt Grünen-Fraktionschefin Freya Markowis. Ihr Parteichef, Daniel Gardemin, würde eine Frau im Amt bevorzugen, um ein Zeichen gegen die Männer-Tradition in der Finanzwirtschaft zu setzen. „Vor allem muss der neue Kämmerer die veränderte Haushaltspolitik mittragen“, sagt Gardemin. Nicht rigide Sparpolitik, sondern Investitionen in die wachsende Stadt sei die Devise, die Hansmann mit seinem Doppelhaushalt vorgegeben habe.

„Der Bewerber muss die neue Mehrheit überzeugen“, sagt FDP-Parteichef Patrick Döring. Hierbei sei weniger das Parteibuch entscheidend als vielmehr die Fähigkeiten des Kandidaten.

Auch die CDU findet, dass sie ein Wörtchen mitreden sollte. „Wir werden mit großem Interesse verfolgen, wie die Ampel im Rathaus die Nachfolgeregelung löst und vor allem auch die zweitgrößte Fraktion im Rat einbinden wird“, sagt CDU-Fraktionschef Jens Seidel.

Formal geht alles seinen Gang: Die Stadt wird den Posten des Kämmerers ausschreiben, die Bewerbungen sichten, und dann unterbreitet Oberbürgermeister Schostok dem Rat einen Vorschlag. Der Bewerber stellt sich voraussichtlich im April dem Rat vor, dann wird über ihn oder sie abgestimmt. Am Ende braucht es eine klare Mehrheit im Rat, um den Nachfolger zu inthronisieren. Daher werde sich Schostok auch mit Vertretern der Politik beraten, sagt Stadtsprecher Andreas Möser. Der derzeitige Kämmerer werde die Haushaltsberatungen der Fraktionen im Rat noch begleiten. Beschlossen wird der Doppelhaushalt für die kommenden Jahre am 16. März.

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