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Darum bleibt der neue VHS-Fahrradkeller unbenutzt

Gesperrt Darum bleibt der neue VHS-Fahrradkeller unbenutzt

Mehr als 11 Millionen Euro hat der VHS-Bau am Hohen Ufer gekostet, moderne Unterrichtsräume sind entstanden, ein Saal mit Dolmetscher-Kabinen und eine Lehrküche. Nur mit dem Fahrrad kommen sollten Kursteilnehmer nicht. Der Grund: Irgendwas ist den Planern beim Fahrradkeller daneben gegangen.

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Fahrradkeller im nagelneuen Gebäude ist gesperrt – denn die Rampe ist zu steil.

Quelle: HAZ

Hannover. Die Stadtverwaltung hat den Abstellplatz jetzt „bis auf Weiteres“ geschlossen, wie auf einem Papierschild zu lesen ist. Da derzeit keine Fahrradbügel vor der Volkshochschule montiert sind und der Gehweg in der Burgstraße schmal ist, haben Radler es derzeit nicht leicht. „Man muss mit der einen Hand die immer wieder zuklappende Tür aufhalten und mit der anderen das Fahrrad hindurch bugsieren“, sagt Dirk Hillbrecht, der den Keller vor der Schließung ausprobiert hat. Hillbrecht, zuvor Piraten-Vertreter im Rat, betreibt gleich nebenan in der Burgstraße seine Softwarefirma. „Hier gibt es kaum Abstellmöglichkeiten für Räder. Da ist es fatal, wenn der Keller nicht zur Verfügung steht“, sagt er. Zumal die Stadt doch die Hannoveraner ermuntern wolle, häufiger mit dem Fahrrad in die City zu fahren.

Die Grünen im Bezirk Mitte können es kaum fassen. „Wir sind zum Mond geflogen, aber die Planung eines Fahrradkellers kriegen wir nicht hin“, sagt Grünen-Fraktionschef Martin Nebendahl. Der Zugang dürfe keinesfalls Hürden enthalten, sondern müsse für alle Radfahrer möglich sein. „Im Bezirksrat werden wir das Thema noch einmal aufgreifen“, kündigt Nebendahl an. So könne es nicht weitergehen.

Die Stadt räumt ein, dass die Rampe recht steil geraten sei. „Die baulichen Gegebenheiten und Abhängigkeiten im Bestandsgebäude (Decken, Kopfhöhen) ließen leider keine flachere Neigung zu“, sagt Stadtsprecher Dennis Dix. Es habe Beschwerden von einigen VHS-Besuchern gegeben, andere hätten das Angebot angenommen und ihr Rad im Keller geparkt.

Die städtischen Planer überlegen seit Längerem, wie mit technischen Hilfsmitteln Fahrräder leichter in die Tiefgarage transportiert werden können. Zudem werde man Fahrradbügel auf einem neuen Platz neben der VHS installieren, sobald der Wohnungsneubau in der Nachbarschaft abgeschlossen sei, sagt Dix. Auch über „temporäre Fahrradplätze“ denke die Stadt nach.

Neben der VHS errichtet die Baufirma Helma zwei Wohn- und Geschäftshäuser, die rechtwinklig zueinander stehen. 16 Wohnungen werden geschaffen. Jetzt im Herbst sollten die Bauarbeiten eigentlich beendet sein. Aber noch wird am Hohen Ufer gewerkelt.

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