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Aus der Stadt Neuer Üstra-Chef soll vor Weihnachten präsentiert werden
Hannover Aus der Stadt Neuer Üstra-Chef soll vor Weihnachten präsentiert werden
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00:16 01.12.2017
Üstra-Betriebsratschefin Denise Hain bei der Präsentation des TW3000.  Quelle: HAZ NP
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Hannover

 Wenn am 8. Dezember zeitgleich die Aufsichtsräte von Üstra und Regiobus tagen, fallen voraussichtlich weitreichende Beschlüsse. Nach dem derzeitigen Planungen im Regionshaus sollen bis dahin die beiden Üstra-Vorstände André Neiß und Wilhelm Lindenberg ihre Auflösungsverträge unterschrieben haben, über die derzeit verhandelt wird. Neiß soll das Verkehrsunternehmen bereits zum Jahresende verlassen, Lindenberg zu einem späteren Zeitpunkt. 

Als sicher gilt, dass Lindenbergs Nachfolgerin als Personalvorstand die derzeitige Üstra-Betriebsratsvorsitzende Deinise Hain wird, neuer Vorstandschef soll ein Mann werden. Die Regionsspitze ist sich mit einem Kandidaten offenbar weitgehend einig. Bei ihm soll es sich um einen erfahrenen Manager und Verkehrsexperte aus einem großen Unternehmen außerhalb Niedersachsens handeln. Geplant ist, beide Namen dem Aufsichtsrat in zehn Tagen zu präsentieren. 

Bei Regiobus deutet bei der Suche nach einem Nachfolger für den zurückgetretenen Geschäftsführer Hans-Georg Martensen alles auf eine interne Lösung hin. „Das wird so gemacht wie beim Zoo“, sagt einer, der sich in der Verkehrspolitik der Region auskennt. Dort hatte nach dem Rauswurf des längjährigen Geschäftsführers Klaus-Michael Machens im Februar 2011 zunächst der damalige kaufmännische Leiter zunächst den Posten übernommen. 

Wie berichtet, wird auch über eine engere Zusammenarbeit der beiden Verkehrsunternehmen nachgedacht. Dadurch sollen vor allem bei Regiobus Kosten gespart werden. Bei dem Unternehmen hat sich das Defizit in den vergangenen Jahren erheblich vergrößert. 

Für eine zunächst angedachte Fusion von Üstra und Regiobus wäre zwar der Zeitpunkt durch den Wechsel an der Spitze der beiden Unternehmen günstig. Allerdings sind die rechtlichen Hürden für eine Verschmelzung erheblich. 

Die beiden Üstra-Vorstände sind in der Regionsspitze schon seit dem vergangenen Jahr nicht mehr wohlgelitten. Damals war bekannt geworden, dass sie jedem Mitarbeiter für das Jahr 2014 einen Bonus in Höhe von 750 Euro gezahlt haben, obwohl dafür die Voraussetzungen nicht erfüllt waren.

Von Mathias Klein

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