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Aus der Stadt Zahl der obdachlosen Frauen nimmt zu
Hannover Aus der Stadt Zahl der obdachlosen Frauen nimmt zu
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00:18 25.12.2017
Hannover: Im oft überfüllten Trinkraum Kompass am Raschplatz spielen Frauen  "Mensch ärgere Dich nicht". Quelle: Samantha Franson
Hannover

 Die Zahl der Obdachlosen in Hannover ist so deutlich gestiegen, dass die Stadt inzwischen mehrere Flüchtlingsunterkünfte für sie öffnen will. Diakoniepastor Rainer Müller-Brandes macht jetzt darauf aufmerksam, dass auch zunehmend Frauen auf der Straße leben. Gerade manche Osteuropäerin ist dabei im Verbund mit mehreren Männern aus dem gleichen Herkunftsland unterwegs. „Wir sorgen uns aber besonders um die Einzelgängerinnen, die sich keiner Gruppe anschließen. Für Frauen ist es schwieriger als für Männer, allein im Freien zu übernachten“, betont Müller-Brandes. 

Notunterkünfte und weitere Angebote speziell für Frauen sind jedoch überlaufen. Sozialarbeiter, die versuchen, mit diesen obdachlosen Frauen in Kontakt zu kommen, scheitern damit oft. „Die Einzelgängerinnen haben meist starke psychische Probleme und lassen niemanden an sich heran.“ Müller-Brandes sind in jüngster Zeit einige obdachlose Frauen aufgefallen, die wohl erst neuerdings auf der Straße leben. Eine Frau ist barfuß unterwegs, eine andere faltet akribisch Tücher, wo sie auch ist. Rund 400 Obdachlose schlafen nach Schätzung der Diakonie aktuell im Freien. 20 Prozent davon sind Frauen. 

Das Diakonische Werk veranstaltet am 24. Dezember von 15 bis 18 Uhr eine Weihnachtsfeier für Alleinstehende, Obdachlose und Bedürftige in der Burgstraße 10.

Von Bärbel Hilbig

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