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Auch Freitag gab es hitzefrei an Schulen

Sommerwetter Auch Freitag gab es hitzefrei an Schulen

Auch am Freitag haben einige Schulen in Hannover angesichts von Temperaturen um 34 Grad ihren Schülern hitzefrei gegeben: Leibniz- und Schillerschule haben ihre Schüler bereits nach der 4. Stunde nach Hause geschickt, am Kaiser-Wilhelm-und Ratsgymnasium war  nach der 6. Stunde Schluss.

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Sonnenbad am Maschsee statt Büffeln: Die ersten Schulen geben Hitzefrei.

Quelle: Samantha Franson

Hannover. Auch in der Region gab es Freitag vielerorts hitzefrei: In Laatzen gab es an den weiterführenden Schulen schon früher Schluss: an der Albert-Einstein-Schule um 11.20 Uhr, an den den anderen Schulen etwas später. Auch in Garbsen konnten die Kinder früher nach Hause. So endete der Unterricht am Johannes-Kepler-Gymnasium um 12.30 Uhr.

Hier war Donnerstag schon hitzfrei

Am Kaiser-Wilhelm-und Ratsgymnasium war am Donnerstag nach der 5. Stunde Schluss, an der Sophienschule, der Ricarda-Huch-Schule und der IGS Roderbruch nach der 6.Stunde. Auch an der IGS Wedemark war für die Schüler früher Schluss, ebenso an der Tellkampfschule, wo die Schüler nach der 5. Stunde Hitzefrei bekamen. Das wurde aber auch Zeit", sagt ein Achtklässler, als er vor der Schule sein Rad aufschließt, "wir konnten uns schon in der 3. und 4. Stunde überhaupt nicht konzentrieren." Ein Klassenkamerad sagt stöhnend, "und eben hatten wir Sport, das ging gar nicht." Ein Lehrer berichtet, dass man mit den Klassen schon vorher kühle Orte gesucht habe: "Wir sind nach draußen gegangen, da war es schattiger." Ein Mädchen sagt, es hätte schon gern am Donnerstag Hitzefrei gehabt. "Aber unsere Lehrer hatten Angst, dass unsere Eltern schimpfen." Denn viele berufstätige Eltern verlassen sich darauf, dass ihre Kinder gerade an Ganztagsschulen auch verlässlich betreut werden.

"Mein Vater hat kein Problem damit", sagt ein Junge vor dem Kaiser-Wilhelm-und Ratsgymnasium im Zooviertel, das am Freitag auch schon um 12.30 den Unterricht beendet hatte. "Ich rufe ihn einfach an und bitte ihn, mich früher abzuholen. Das macht er dann." Andere Schüler warten einfach 45 Minuten in der Sonne. 

Grundsätzlich entscheiden die Einrichtungen eigenständig, ob sie die Kinder nach Hause schicken oder nicht. Ganztagsangebote oder das Mittagessen in der Nebenstelle in der Lüerstraße würden selbstverständlich aufrechterhalten, auch wenn es Hitzefrei gebe, sagte Jochen Degner, stellvertretender Leiter der Sophienschule. Auch Martin Thunich, Leiter der Wilhelm-Raabe-Schule, weist darauf hin, dass es an Ganztagsschulen kaum möglich sei, Hitzefrei zu geben: "Sonst haben die Eltern ein Betreuungsproblem." Ab seiner Schule sei es ohnehin kühl genug, fügt der Direktor noch hinzu. Das Gebäude stamme aus dem Jahr 1910: "Die Mauern sind dick, hier ist es schön kühl."

Wann gibt es hitzefrei?

Generell dürfen nur Schüler der Sekundarstufe I (Klasse 5 bis 10) einfach nach Hause geschickt werden. An den Grundschulen ist dies nur mit vorheriger Zustimmung der Eltern möglich, weil in Niedersachsen die verlässliche Grundschule gilt, die eine Betreuung bis mindestens 13 Uhr garantiert. Oberstufenschüler bekommen kein Hitzefrei, auch wenn es wärmer als 30 Grad ist. Sie sind nach Angaben des Kultusministeriums alt genug, um darauf zu achten, dass sie genügend trinken und nicht zu lange in der Sonne sind.

Besonders dankbar für den frühen Schulschluss dürften die Zehntklässler sein, die vor allem nachmittags Unterricht haben, denn für alle jüngeren Jahrgänge gilt seit der Rückkehr zum Abitur nach 13 Jahren, dass sie nicht mehr als sechs Stunden täglich Unterricht haben sollen.

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