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Aus der Stadt Willkommen in der Oberschule!
Hannover Aus der Stadt Willkommen in der Oberschule!
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06:40 05.06.2014
Von Bärbel Hilbig
Schulleiterin Gabriele Herzberg (r.) sieht in der Oberschule den richtigen Weg. Quelle: Küpper
Hannover

Bisher besteht die Ludwig-Windthorst-Schule als Hauptschule und Realschule.In Zukunft werden die Lehrer ihre neuen Schüler gemeinsam in einer Klasse unterrichten, egal, ob die Kinder Gymnasial-, Real-, Haupt- oder Förderschulniveau haben.
„Wir gehen jetzt schon mit Schülern um, die in ihrer Leistungs- und Lernbereitschaft sehr unterschiedlich sind. Wir glauben, dass wir ihnen in einem integrativen inklusiven System am besten gerecht werden“, sagt Schulleiterin Gabriele Herzberg. Sie ist davon überzeugt, dass in gemischten Gruppen alle Schüler voneinander lernen und profitieren.

„Wenn Kinder ihren Mitschülern noch einmal erklären, was sie vorher vom Lehrer erfahren haben, vertieft sich ihr Verständnis.“ Die Schüler sollen auf jeden Fall bis zum Ende des achten Jahrgangs in einer Klasse gemeinsam unterrichtet werden. Frühestens dann, vielleicht auch erst später, sollen getrennte Lerngruppen für Jugendliche entstehen, die bis zum Abitur führen.

Gemeinsamer Unterricht erfordert unterschiedliche Aufgaben, die der Leistungsfähigkeit der einzelnen Schüler entsprechen. Für diese sogenannte Binnendifferenzierung bilden die Lehrer sich fort. Auf den Unterricht mit behinderten Kindern haben sich drei Lehrer per Studium vorbereitet. In der fünften und sechsten Klasse wird es kein Sitzenbleiben und wohl auch keine bewertenden Zeugnisse geben. Die Schule will für die Fünft- und Sechstklässler
Neigungsklassen (Musik, Forscher, Sport, Theater/Kunst) anbieten.

Die Schule nimmt 70 Prozent katholische Schüler und 30 Prozent Andersgläubige oder Atheisten auf. Das Interesse unter evangelischen Familien an diesen Plätzen ist so groß, dass nie alle zum Zuge kommen. Die Schule nimmt kein Schulgeld.

Die Lehrer hatten seit etlichen Jahren sogar den Wunsch gehegt, zur Integrierten Gesamtschule zu werden. Das sieht das Konkordat zwischen Land Niedersachsen und katholischer Kirche jedoch bisher nicht vor. Das könnte sich laut Holger Skremm, Schulrat beim Schulträger, dem Bistum Hildesheim, jedoch noch ändern.

Neue IGS: In der Region starten auch drei neue Integrierte Gesamtschulen in Langenhagen, Springe und Uetze. Landesweit beginnen insgesamt zehn IGS. Die Zahl der Neugründungen nimmt in diesem Jahr wieder zu: Die rot-grüne Landesregierung hatte die Hürden dafür im vergangenen Jahr gesenkt. Die Kommunen als Schulträger müssen nur noch ausreichend Schüler für vier Parallelklassen nachweisen.

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