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Dieb attackiert Zeugen und wird selbst schwer verletzt

Hammer als Waffe Dieb attackiert Zeugen und wird selbst schwer verletzt

Ein Mann soll, nachdem er in Kleefeld mehrere Autos ausgeräumt hat, einen Zeugen mit einem Hammer attackiert haben. Der Zeuge konnte den Dieb jedoch überwältigen - und verletzte ihn dabei schwer.

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Quelle: Tim Schaarschmidt (Archiv)

Hannover. Eigentlich habe er nur eine Zigarette rauchen wollen, sagt der Zeuge. Doch dabei habe er einen Mann beobachtet, der in Kleefeld mehrere parkende Autos ausräumte. Er habe den Dieb zur Rede stellen wollen. „Plötzlich schlug er mit einem Hammer auf mich ein. Immer wieder“, sagte der Zeuge am Freitag vor dem Landgericht Hannover. Schwerer verletzt war am Ende allerdings der Dieb.

Am Freitag begann der Prozess gegen den 33-jährigen Oleg G., der sich wegen besonders schweren räuberischen Diebstahls verantworten muss. Nach Schilderung des Zeugen hatte dieser in einer Nacht im November zunächst die Scheiben der parkenden Autos in der Hölderlinstraße mit einem Hammer eingeschlagen. Die Polizei fand später mehrere Navigationsgeräte und ein Autoradio bei ihm. Der Zeuge versteckte unterdessen heimlich das Fluchtfahrzeug – ein Fahrrad –, das der Dieb in der Einfahrt zu seinem Haus abgestellt hatte. Dort stand auch der Dienstwagen des Zeugen. Als sich G. nun auch an diesem zu schaffen machen wollte, habe er sich ihm in den Weg gestellt und mit der Polizei gedroht. Daraufhin soll der Ertappte „Ich bringe dich um“ gesagt und ihn mit dem Hammer attackiert haben. Dem habe er zunächst ausweichen können, der Dieb flüchtete. Bei der Verfolgung stürzte der Zeuge auf eisglattem Boden. Dann soll der Dieb ihn mit dem Hammer gegen Kopf und Beine geschlagen haben. Dennoch sei es ihm gelungen, den Mann zu überwältigen und zu fixieren, bis er über Handy die Polizei informiert hatte.

Als die Beamten kamen, lag Oleg G. blutüberströmt am Boden. Der Anrufer, der noch auf ihm saß, erklärte, der Dieb sei bei seiner Flucht gegen einen Laternenpfahl gelaufen. Zögerlich räumte der Zeuge am Freitag aber auch ein, ihn zweimal mit der Faust gegen den Kopf geschlagen zu haben. „Ich hatte Angst“, sagte Oleg G. Offenbar hatte der große, kräftig wirkende Anlagenmechaniker ganz schön hingelangt. Sein Kontrahent erlitt einen dreifachen Kieferbruch, eine Schädelprellung und eine Gehirnerschütterung. Er kam in ein Krankenhaus, dort wurde er fünfeinhalb Stunden operiert.

Der Angeklagte hat den Diebstahl gestanden. Er dementierte aber, dass er den Zeugen mit dem Hammer bedroht und angegriffen habe. Er erinnert sich lediglich daran, vor ihm geflüchtet zu sein. „Dann hatte ich einen Blackout“, sagte er. Verteidiger Christoph Rauten­stengel glaubt, dass der Zeuge die Grenzen der zulässigen Festnahme überschritten hat. „Das war keine Kleinigkeit. Mein Mandant musste über Wochen massive schmerzhafte Einschränkungen hinnehmen.“ Er will, dass sich die Verletzungen strafmildernd auswirken. Der Prozess wird am Mittwoch fortgesetzt.

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