Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 4 ° stark bewölkt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland RND

Navigation:
Dieb beschimpft Polizisten als „kleinen Hitler“

Prozess gegen 24-Jährigen Dieb beschimpft Polizisten als „kleinen Hitler“

Weil er einen Beamten als "Nazi" und "kleinen Hitler" beschimpfte, muss ein Ladendieb nun eine längere Strafe absitzen als ursprünglich gefordert. Die Staatsanwaltschaft wollte fünf Monate Bewährung, der Richter aber griff hart durch und verhängte eine Gefängnisstrafe von sieben Monaten - ohne Bewährung.

Voriger Artikel
Bekommen randalierende 96-Fans Hausverbote?
Nächster Artikel
Eisflächen tragen noch nicht
Quelle: Symbolfoto

Hannover. Die Verhalten des Ladendiebs nach seiner Tat war von großer Respektlosigkeit gegenüber der Polizei geprägt - das Urteil von Amtsrichter Lars Römermann fiel dementsprechend hart aus. Er verurteilte den 24-jährigen Silia W. wegen gewerbsmäßigen Diebstahls und Beleidigung zu einer Gefängnisstrafe von sieben Monaten ohne Bewährung; dabei hatte der Staatsanwalt lediglich eine Bewährungsstrafe von fünf Monaten gefordert. Der Täter hatte einen Beamten der Polizeiinspektion Mitte als „Nazi“ und „kleinen Hitler“ beleidigt, sich auf dem Revier an der Herschelstraße in Anwesenheit von Kindern die Hose aufgeknöpft und später an die Wände eines Toilettenraums uriniert.

W. war im Mai 2015 an einem Sonnabend von einem Ladendetektiv ertappt worden, wie er sich im Kaufhof am Ernst-August-Platz zwei Flaschen Parfüm im Wert von 185 Euro in seine Jacke steckte. Der Detektiv informierte die Polizei, ein Beamter konnte den Täter nach kurzer Verfolgungsjagd in der Schillerstraße stellen. Doch Festnahme und Feststellung der Personalien waren geprägt von Provokationen und lautstarken Beleidigungen, die der 24-Jährige von sich gab. So sagte er laut Zeugenaussage, dass er „so viel klaue“, wie er zum Leben brauche; im Kommissariat fiel der Satz: „Ich piss’ euch hier die Bude voll.“

Der Sudanese war 2012 nach Deutschland gekommen. Sein Asylantrag wurde abgelehnt, weil sein Heimatland den Mann ohne Pass nicht aufnehmen wollte; derzeit wird W. hier geduldet. Er spricht recht gut Deutsch, hatte sogar eine Ausbildung als Fahrzeuglackierer begonnen, aber nach bestandener Zwischenprüfung abgebrochen. Jetzt bekommt W. Hartz-IV-Unterstützung und hat schon sechs Vorstrafen angehäuft - die meisten wegen Beleidigung. Auch gestern zeigte der bestens gekleidete Schwarzafrikaner wenig Einsicht: Er sei doch nur ein Ausländer und „ein armer Mensch“, der sicher niemanden beleidigt habe.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr Aus der Stadt

Passend zum Frühlingsbeginn wird die HAZ zwei Wochen lang zum täglichen Begleiter für Ihre Gesundheit: Die HAZ-Gesundheitswochen bieten vom 18. März an 14 Tage lang täglich Informationen zu Medizin, Ernährung
 und Bewegung. mehr

Es war einmal in Hannover. Aber wo?

Auf in eine neue Runde: Sie kennen sich in Hannover aus? Zeigen Sie es! Schauen Sie sich die historischen Stadtansichten an, und erraten Sie, wo die Aufnahmen gemacht wurden. Direkt hinter dem historischen Foto sehen Sie die Auflösung – in Form eines aktuellen Vergleichsbildes.

Am 8. und 9. Juli wird Ernst August Erbprinz von Hannover Ekaterina Malysheva heiraten. Nicht auf der Marienburg in Pattensen, wo sein Vater 1981 geheiratet hat, sondern in der Marktkirche. Kenner gehen davon aus, dass sie voll sein wird mit Ehrengästen. Etliche gekrönte Häupter aus Europas Hochadel werden erwartet. Auf unserer Themenseite halten wie Sie stets auf dem Laufenden.

Ausstellung startet in der Handwerksform

Unter dem Motto "Zu zweit und nicht allein" eröffnet am Sonnabend, 25. März, eine Kunsthandwerkerausstellung in der Handwerksform.