Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -8 ° wolkig

Navigation:
Neue Ausstellungen im Historischen Museum 2016

Hannover Neue Ausstellungen im Historischen Museum 2016

Was gehört zu Hannover? Der Schützenausmarsch? Die Welfen? Messe? Hanomag, Bahlsen und Conti? Das Historische Museum will sich im kommenden Jahr in der Ausstellung „Typisch Hannover“ mit der Identität der Stadt beschäftigen. Das Museum erinnert 2016 zudem an Leibniz, Langensalza und VW Bullis.

Voriger Artikel
Das sind die beliebtesten Baby-Namen in Hannover
Nächster Artikel
Wird der Waterlooplatz wieder zum Oval?

Bullis, Rösser, Schützenwesen: In der Ausstellung „Typisch Hannover“ gehen Thomas Schwark, Jan Willem Huntebrinker und Andreas Urban (v. l.) auf Identitätssuche.

Quelle: Rainer Surrey

Hannover.  - und dabei die Bürger selbst entscheiden lassen: „Die Einwohner sind die eigentlichen Experten für ihre Stadt - wir Historiker liefern den wissenschaftlichen Background“, sagt Museumsmitarbeiter Jan Willem Huntebrinker.

Dazu soll es Umfragen, Podiumsgespräche und Abstimmungen darüber geben, was denn nun typisch hannoversch ist. „Die Ausstellung wird sich durch die Interaktion verändern“, prophezeit Huntebrinker. Eine „Werkstattausstellung“ nannte Kurator Andreas Urban dieses Prinzip der bürgergenerierten Identitätsfindung jetzt bei der Vorstellung des Museumsprogramms für 2016.

Die Ausstellung, die am 31. August beginnt, soll zugleich der erste von insgesamt sieben Bausteinen für die grundlegende Überarbeitung der angestaubten Dauerausstellung des Museums werden. Seit Monaten arbeiten die Museumsmacher an einem neuen Konzept für ihr Haus, dessen Präsentation teils 25 Jahre auf dem Buckel hat. „Wir wollen dieses Museum völlig neu erfinden“, sagt Direktor Thomas Schwark. Vertraute Höhepunkte wie die Kutschen oder das Hanomag-Kommissbrot würden allerdings auch weiterhin zu sehen sein.

Eröffnet wurde das Haus am Hohen Ufer, das Architekt Dieter Oesterlen für den damaligen Direktor Helmuth Plath teils um einzelne Exponate wie die großen Kutschen herum gebaut hatte, vor genau 50 Jahren, am 21. Oktober 1966. Zum Jubiläumswochenende soll die Kutschenhalle für ein großes Museumsfest größtenteils leer geräumt sein. Dort hält das Haus, das 1903 als „Vaterländisches Museum“ begründet wurde, dann Rückschau auf seine eigene Geschichte - und es präsentiert Pläne für die anstehende Umgestaltung: „Am 1. Januar 2017 soll das Museum dann komplett ausgeräumt werden“, sagt Kurator Urban.

Überhaupt sind es Jubiläen, die dem Museum im kommenden Jahr die Agenda vorgeben: Vor 300 Jahren starb Hannovers Großgelehrter Gottfried Wilhelm Leibniz, vor 60 Jahren liefen bei VW in Stöcken die ersten Bullis vom Band, vor 775 Jahren wurde Hannover erstmals urkundlich erwähnt - und vor 150 Jahren wurde das Königreich Hannover nach der Schlacht von Langensalza von Preußen annektiert: „Wir werden mit Vorträgen und Diskussionen an diese Ereignisse erinnern“, sagt Huntebrinker.

Im vergangenen Jahr gab es im Historischen Museum rund 100 Veranstaltungen - und doch fällt die Bilanz des Hauses zwiespältig aus: Obwohl die gut gemachte Kinderausstellung „Erklär mir mal Hannover“ sich als Publikumsmagnet erwies, musste das Museum 2015 sinkende Besucherzahlen verzeichnen: „Wir können nicht zufrieden sein“, räumt Direktor Thomas Schwark ein. Genaue Zahlen sollen allerdings erst bekannt gegeben werden, wenn die Hintergründe des Besucherschwunds analysiert sind. Bereits im Jahr 2014 war das Museum mit rund 79 000 Besuchern deutlich unter dem Besucherschnitt der Vorjahre geblieben.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr Aus der Stadt
Es war einmal in Hannover. Aber wo?

Auf in eine neue Runde: Sie kennen sich in Hannover aus? Zeigen Sie es! Schauen Sie sich die historischen Stadtansichten an, und erraten Sie, wo die Aufnahmen gemacht wurden. Direkt hinter dem historischen Foto sehen Sie die Auflösung – in Form eines aktuellen Vergleichsbildes.

Briefwechsel zwischen Hannovers Grundschulen und der Queen

Queen Elizabeth ist eine treue Seele. Seit Jahren schon schreibt die britische Monarchin brav Antwortkarten an hannoversche Schulklassen, die ihr zum Geburtstag gratulieren. Oder: Lässt schreiben. Aber immerhin.