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Diese Klinik in Peking hat ein hannoversches Vorbild

Eröffnung der INI-Klinik Diese Klinik in Peking hat ein hannoversches Vorbild

Die typische Form ist unverkennbar: In der chinesischen Hauptstadt Peking gibt es nun eine Neurochirurgie-Klink, die nach dem Vorbild des hannoverschem International Neuroscience Institute (INI) erbaut wurde - und die Form eines Gehirns hat.

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Wie Hannovers INI, nur in Peking: Das China-INI ist eröffnet.

Quelle: INI

Hannover/Peking. Am Freitag eröffneten der INI-Präsident Prof. Madjid Samii und sein Sohn Prof. Amir Samii bei einem internationalen Neurochirurgie-Kongress mit rund 1000 Teilnehmern das China-INI. Gut 100 Millionen Euro hat das Gebäude gekostet, das über 284 Betten sowie 21 Intensivbetten verfügt.

„Es hat lange gedauert, aber nun ist es so weit“, sagt Amir Samii.

Die Grundsteinlegung war bereits im Jahr 2008. Doch danach kam es zu einem Baustopp, weil es Probleme mit den Besitzern angrenzender Grundstücke gab. Das China-INI liegt auf dem Campus der örtlichen Xuanwu-Universitätsklinik. Diese und die Stadt Peking haben den rund 20 000 Quadratmeter großen Bau jeweils zur Hälfte finanziert. 300 Ärzte und Pflegekräfte arbeiten fortan in dem Komplex, in dem es zehn hochmoderne Operationssäle und zusätzliche Behandlungsräume für die Strahlentherapie gibt.

Das China-INI ist nicht die erste Klinik, die in ihrer Bauweise das hiesige INI kopiert. Bereits im April wurde in Madjid Samiis Geburtsstadt Teheran das Iran-INI eröffnet. Mit elf Etagen, 500 Betten, einer Nutzfläche von rund 64 000 Quadratmetern und dazu einer 25 000 Quadratmeter großen Poliklinik ist es allerdings viermal so groß wie sein hannoversches Pendant. Das Iran-INI ist laut Samii die derzeit größte neurologische Klinik der Welt. Die 300 Millionen Euro teuren Bauten wurden mithilfe einer Stiftung und Sponsoren finanziert.

Der heute 79-jährige Samii, Neurochirurg mit Weltruf, hatte das hannoversche INI im Jahr 2000 gegründet. Es gilt als innovative Hirnklinik, die ihren Ruf weit über die deutschen Grenzen hinaus begründet hat - die Hälfte der jährlich rund 1500 Patienten, die in dem 124-Betten-Haus behandelt werden, kommt aus dem Ausland. Auch Kranke mit schwersten Komplikationen gehören dazu - ganz gleich, ob es sich um Hirntumore handelt, um Rückenmarksverletzungen, Missbildungen oder Lähmungen im zentralen Nervensystem.

Weitere Projekte in China: In der südchinesischen Stadt Shenzhen entsteht das Samii-International-Medical-Center mit 1600 Betten, das in etwa einem Jahr eröffnet werden soll. Das städtische Klinikum für Allgemeinmedizin soll auch 200 Betten für die Neurologie vorhalten. Samii ist für die Qualitätssicherung zuständig. Noch im Projektstatus ist das Samii-Shenzhen-International-Neuroscience-Institute, das 1000 Betten fassen soll. Investor ist der chinesische Milliardär Wang Wenyin. Die Kosten werden mit 300 Millionen Euro kalkuliert. Das 50 000 Quadratmeter große Grundstück gehört der Stadt Peking - die Ausschreibung für den Verkauf des Areals läuft zurzeit.

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