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Diese Stadtteile ächzen unter den Großbaustellen

Bauarbeiten in den Sommerferien Diese Stadtteile ächzen unter den Großbaustellen

Wenn während der Sommerferien weniger Autos auf den Straßen Hannovers fahren, rücken die Bagger an. In diesem Jahr leiden gleich mehrere Stadtteile besonders unter den Baustellen.  Eine Übersicht, wo es bis zum Ferienende noch weiter zu Behinderungen kommt.

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Hier geht's nur einspurig voran: Die Goethestraße in der Calenberger Neustadt. 

Quelle: Philipp von Ditfurth

Hannover. Besonders während der Sommerferien wird Autofahrern in der Stadt einiges zugemutet. Bagger, Straßenabsperrungen und Umleitungen sorgen auf einigen Strecken für Frust. Wo an Stadtbahngleisen, Fahrradwegen oder Brücken gearbeitet wird, ist für viele Verkehrsteilnehmer sogar gar kein Durchkommen mehr. Anwohner müssen sich zudem mit dem Lärm der Fahrzeuge und Baugeräte sowie mit gesperrten Parkflächen arrangieren.

„Aufwendige Baumaßnahmen werden grundsätzlich in die Sommerferien gelegt, da das Verkehrsaufkommen in diesen sechs Wochen deutlich geringer ist“, sagt Stadtsprecher Alexis Demos. Dabei achte die Stadt darauf, eine übermäßige Belastung einzelner Viertel zu umgehen.

Zwei Stadtteile hat es in diesem Sommer jedoch besonders hart getroffen: Linden und Kirchrode. Auf dem Weg vom Hauptbahnhof bis zum Lindener Marktplatz werden gleich an drei Stellen durch die Üstra-Tochter Infra neue Gleise für die Stadtbahnlinien 10 und 17 verlegt. Dazu kommt die Erweiterung des Radweges auf einer Seite der Benno-Ohnesorg-Brücke am Schwarzen Bären. Für Demos ein Vorteil: „Eine solche Konzentration von Bautätigkeiten führt letztendlich auch zu einer insgesamt geringeren Belastung für die Bürgerinnen und Bürger.“ Dadurch, dass beide Baustellen auf derselben Hauptverkehrsachse zwischen Innenstadt und Linden lägen, müssten Verkehrsteilnehmer diese Route sowieso umfahren. Dies sei effizienter, als die Arbeiten nacheinander durchzuführen.

„Allerdings können Beeinträchtigungen für den Straßenverkehr nicht ausgeschlossen werden“, sagt der Stadtsprecher. „Erst recht nicht, wenn sich Baumaßnahmen aus Gründen der Verkehrssicherheit nicht länger aufschieben lassen.“ Auch in Kirchrode sind zwei Hauptzugangswege zum Stadtteil gesperrt. Autofahrer können weder über die Lange-Feld-Straße noch über die Brabeckstraße in das Wohnviertel gelangen.

Lindener Markt

Die Kreuzung ist dicht: Aus welcher Richtung die Autofahrer auch kommen: Am Lindener Marktplatz ist Schluss. Dort erneuert die Infra derzeit ihre Gleisanlagen. Die Baustelle zieht sich die Falkenstraße über die Egestorffstraße bis zur Schwalenberger Straße entlang. Aus Richtung Schwarzer Bär kommend können Anlieger noch bis zum Autohaus fahren, doch noch vor der Kreuzung an der Markt-Apotheke geht es nicht mehr weiter. Zudem fallen für Anwohner baustellennahe Parkbuchten weg. Die Gehwege können jedoch weiterhin von Passanten genutzt werden. In einem langsamen Tempo transportieren auch die Stadtbahnen der Linie 9 die Fahrgäste inzwischen wieder über den Bauabschnitt. Wer zusteigen möchte, muss dies an einer Ersatzhaltestelle an der Falkenstraße tun. Jedoch nur bis die Maßnahme am Mittwoch, 3. August, beendet sein soll.

Schwarzer Bär

Neuer Radweg bremst Autofahrer aus: Damit Radfahrer und Fußgänger die Benno-Ohnesorg-Brücke am Schwarzen Bären künftig sicherer überqueren können, lässt die Stadt den Radweg am Capitol verbreitern. Mitte Juli soll die Maßnahme beendet sein. Die Vollsperrung ist bereits aufgehoben, Verkehrsteilnehmer können Linden in Richtung Innenstadt wieder verlassen. Autofahrer, die vom Ihme-Zentrum kommend in Richtung Lindener Marktplatz oder Deisterkreisel fahren, müssen sich dafür nicht mehr auf jeweils einer Spur einordnen. Die Fahrbahn ist ab der Blumenauer Straße auf einen Fahrstreifen reduziert. Wer in die Falkenstraße einbiegt, trifft jedoch kurz darauf auf die nächste Großbaustelle.

Goethestraße

Nur eine Seite befahrbar: Zwischen der Stadtbahnhaltestelle Clevertor und dem Goethekreisel tut sich einiges: Die Goethestraße ist während der Sommerferien nur in Richtung Linden befahrbar, da auf der entgegengesetzten Seite Arbeiten am Gleisbett durchgeführt werden. Auch rund um den Goethekreisel fällt eine Spur weg: Dort haben die Baufahrzeuge und Arbeitsmaterialien den inneren Fahrstreifen und die Grünfläche eingenommen. Durch die Ersatzhaltestelle in der Braunstraße müssen Anwohner dort beidseitig auf einige Parkplätze verzichten. Schon am Leibnizufer müssen sich Verkehrsteilnehmer auf Behinderungen einstellen. In Richtung Aegidientorplatz ist die Fahrbahn von der Brühlstraße kommend auf zwei Spuren reduziert. Auch ein Linksabbiegen zum Steintor ist nicht möglich, da die entgegenkommenden Verkehrsteilnehmer an der Kreuzung mit der Goethestraße über zwei Spuren der eigentlichen Gegenfahrbahn geleitet werden. Auch diese Maßnahme soll sich mit dem Ende der Sommerferien erledigt haben, sagt Infra-Sprecher Jens Hauschke.

Kurt-Schumacher-Straße

Damit die Stadtbahn wieder rollen kann: Von der Odeonstraße an der Stadtbahnhaltestelle Steintor bis zur Kreuzung am Ernst-August-Platz ist die Fahrbahn komplett aufgerissen und dadurch gesperrt. Verkehrsteilnehmer können die Straße jedoch von der Herschelstraße sowie der Andreae-straße aus überqueren. Die Bauarbeiten sollen dort noch bis Mittwoch, 3. August, andauern. Die Stadtbahnlinie 10 fährt in dieser Zeit unterirdisch über die Station Waterloo bis zum Hauptbahnhof, die Linie 17 pendelt lediglich zwischen Wallensteinstraße und Glocksee. Auch in der Unterführung neben dem Hauptbahnhof wird gebaut. Dort können Autofahrer vom ZOB kommend zur Innenstadt fahren, die andere Fahrbahnseite ist aber gesperrt.

Lange-Feld-
Straße

Neue Brücken braucht die Bahn: Zwischen den beschaulichen Kleingartenkolonien an der Lange-Feld-Straße ragt derzeit ein auffälliger Kran in die Höhe: Dort baut die Deutsche Bahn an einer neuen Brücke. Weder Fußgänger noch Fahrrad- oder Autofahrer können an dieser Stelle den Stadtteil erreichen – geschweige denn ihn wieder verlassen. Die Baustelle dürfte die Anwohner noch einige Monate beschäftigen: Die Hauptarbeiten laufen seit Mai dieses Jahres und sollen laut Deutscher Bahn im April 2017 beendet werden. Eine dritte Bauphase mit Pflanz- und Rekultivierungsarbeiten ist bis in den Herbst 2017 geplant. Weitere Arbeiten an Brücken in Kirchrode werden am Hermann-Löns-Park sowie am Tiergarten durchgeführt. Auch hier werden die denkmalgeschützen Brücken durch Neubauten ersetzt.

Brabeckstraße

Ein Weg aus dem Stadtteil, aber nicht hinein: Wer in die Brabeckstraße einbiegt, stößt kurz hinter der Stadtsparkasse auf eine Straßenbarriere. Hier gelangen Autofahrer nicht nach Kirchrode, sondern müssen direkt wieder umdrehen. Bereits in den Straßen Am Sandberge und an der Anecampstraße unterbinden Verkehrszeichen ein Abbiegen. Die Einbahnstraßenregelung soll laut Stadt bis Ende des Jahres bestehen bleiben. Dort werden derzeit die Schmutz- und Regenwasserkanäle erneuert, bevor im Frühjahr 2017 eine Sanierung der Fahrbahnoberfläche ansteht.

Von Nils Oehlschläger

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