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Aus der Stadt Mietwagen falsch betankt – Fahrer muss zahlen
Hannover Aus der Stadt Mietwagen falsch betankt – Fahrer muss zahlen
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00:16 14.11.2016
Von Michael Zgoll
Im Leihwagen Diesel statt Benzin getankt? Das kann teuer werden.  Quelle: dpa (Symbolbild)
Hannover

Selbst in Zeiten hoher Benzinpreise war das eine teure Tankfüllung: Sie kostete einen Autofahrer aus Hannover 1335 Euro. Der Mann hatte einen Leihwagen des Autovermieters Sixt vor der Rückgabe wieder vollgetankt - dummerweise aber mit Diesel statt Benzin. Weil sich der Kunde weigerte, der Verleihfirma die Kosten für die Instandsetzung zu erstatten, wurde er von dieser verklagt. Jetzt sprach Amtsrichter Albrecht von Bitter sein Urteil: Der nachlässige Autofahrer muss zahlen, seine Ausflüchte und Schuldzuweisungen fanden keinen Widerhall.

Der im Roderbruch-Viertel wohnende Mann hatte sich im Oktober 2014 für wenige Tage einen VW Passat CC geliehen, die Leihgebühr lag bei knapp 200 Euro. Wie er später behauptete, habe er bei der Station in der Karl-Wiechert-Allee ausdrücklich ein Dieselfahrzeug verlangt; eine als Zeugin befragte Sixt-Mitarbeiterin konnte sich allerdings nicht mehr an dieses Gespräch erinnern. Weil er davon ausgegangen sei, während der Leihdauer einen Diesel gefahren zu haben, so der Beklagte, habe er dementsprechend getankt. Außerdem habe an der Innenseite des Tankdeckels ein Warnhinweis gefehlt, welche Art von Kraftstoff der Passat benötige. Ungeklärt blieb die Frage, ob man nicht auch anhand des Motorengeräuschs hören kann, ob man in einem Diesel unterwegs ist oder in einem Benziner.

Ein Sachverständiger listete später auf, welche Maßnahmen ein falsches Betanken nach sich zieht: Kraftstofftank leeren, Benzin-Diesel-Gemisch entsorgen, Kraftstoffsystem reinigen, Abgasanlage ausbauen und Katalysator überprüfen; Anlagerungen von unverbranntem Diesel können einen feinporigen Katalysator zerstören. Die Reparaturkosten beliefen sich schließlich auf 1254 Euro, der Rest von 81 Euro entfiel auf Gutachter- und Nebenkosten.

Richter von Bitter bezeichnete das Verhalten des Kunden in seinem Urteil als grob fahrlässig. Er hätte sich vor dem Betanken des Passat überzeugen müssen, welcher Kraftstoff der richtige ist. Dass es am Tankdeckel keinen Warnhinweis gab, so der Richter, sei keine Entschuldigung: Dann hätte der Autofahrer eben einen Blick in die Fahrzeugpapiere werfen müssen.

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