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Dieser Verein macht sich für die Nachbarschaft stark

Quartierstreff Wiesenau Dieser Verein macht sich für die Nachbarschaft stark

In das Quartierstreff im Langenhagener Stadtteil Wiesenau zieht ein neuer Verein ein: "WiN - Wohnen in Nachbarschaften bei der KSG". Mit verschiedenen generationsübergreifenden Aktionen und Bildungsangeboten für alle Altersstufen soll das nachbarschaftliche Miteinander gestärkt werden. 

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Claudia Koch vom Quartierstreff Wiesenau und KSG-Geschäftsführer Karl Heinz Range hoffen mit WiN auf eine bessere nachbarschaftliche Zusammenarbeit.

Quelle: Tim Schaarschmidt

Hannover. „Es reicht nicht mehr, sich nur um das Thema Steine zu kümmern“, sagt Karl Heinz Range, Geschäftsführer der Wohnungsbaugesellschaft KSG: „Wir müssen auch an die Menschen denken." Deswegen hat das kommunale Unternehmen, im Umland gewissermaßen das Pendant zur hannoverschen GBH, jetzt den Verein „WiN - Wohnen in Nachbarschaften bei der KSG“ gegründet. Er zieht in den Quartierstreff im Langenhagener Stadtteil Wiesenau direkt an der Stadtgrenze zu Hannover ein. „Die Idee ist, dass wir uns im Quartier für unsere Nachbarschaft starkmachen wollen“, sagt Treffleiterin Claudia Koch: „Wir wollen mit dem Nachbarschaftsverein alle zum Mitmachen aktivieren.“

Mitmachen heißt, sich an verschiedenen Aktionen für und mit den eigenen Nachbarn zu beteiligen. „Das kann beim Einkaufsservice, der Seniorenbegleitung oder auch dem Kindernachmittag sein“, sagt Koch. Die Angebote seien generationsübergreifend und variabel. „Bei uns kann sich jeder mit fast jeder Idee einbringen“, sagt Koch. Nachdem die KSG seit anderthalb Jahren erfolgreich den Quartierstreff in Wiesenau betreibt, hat sie nun auch dort mit WiN begonnen. Der Verein soll zudem an weiteren Standorten in der ganzen Region etabliert werden. „Der nächste Ort, an dem wir diese Form der erfolgreichen sozialen Arbeit umsetzen wollen, ist sicherlich Empelde-Süd“, sagt Range.

Die KSG hofft, die Quartiersbewohner mit dem Verein besser zu erreichen. „Die Hemmschwelle ist dort niedriger als beim Vermieter“, sagt Koch. Außerdem seien die Deutschen sehr vereinsaffin, sagt Range. „Durchschnittlich ist jeder Deutsche in sieben Vereinen“, stimmt Koch zu. „Die Struktur ist bekannt und näher an den Menschen als eine große Einrichtung wie die KSG.“

Die enge Verbundenheit mit dem Unternehmen mache die soziale Arbeit vor Ort leichter, sagt Koch. „Die Kundenbetreuer kennen einfach ganz viele Menschen hier - und das Vertrauen ist da“, sagt sie. So müsse man nicht bei null anfangen. „Und ich habe auch das Gefühl, dass viele Menschen mitmachen wollen“, sagt sie. „Schließlich geht es ja auch um ihre Themen.“ Dazu gehören neben Hilfe für Ältere und Aktionen für Kinder auch Bildungsangebote für alle Altersstufen.

Ein solches Angebot ist zum Beispiel der Lese-Club, den der Verein am morgigen Freitag eröffnet. „Davon fühlen sich auch viele Senioren angesprochen, weil sie Kindern gerne vorlesen“, sagt Koch. Der Lese-Club sei vor der Vereinsgründung gar nicht möglich gewesen. „Das funktioniert nur über WiN, da die KSG nicht förderfähig ist“, sagt Koch.

„Uns ist es einfach wichtig, Raum für Nachbarschaft zu schaffen“, sagt Range. Schließlich fehlen die sogenannten dritten Orte. „So etwas wie Bäcker, Tante-Emma-Laden oder ein kleines Friseurgeschäft, wo man sich informell trifft, gibt es heute einfach nicht mehr“, bedauert der KSG-Geschäftsführer.

Von Johanna Stein

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