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Stundenkürzungen

Diskussion: Eingliederung von Förderschülern in die Grundschule

Von Bärbel Hilbig

Es wird viel davon geredet, in Zukunft Kinder mit Handicaps generell in der normalen Grundschule zu unterrichten. Doch aktuell schlagen sich die Förderschulen damit herum, dass selbst zaghafte Ansätze in diese Richtung durch Stundenkürzungen erschwert werden.

Konkret ist es bereits jetzt so, dass die Förderschulen für Sprache und für Lernen Grundschullehrern dabei helfen, Kinder mit Entwicklungsstörungen an der Grundschule zu halten. Doch das Land hat die Stunden für diesen „Mobilen Dienst“ in diesem Schuljahr um rund ein Drittel gekürzt.

Das führt dazu, dass zum Beispiel die Schule im Großen Freien in Sehnde ihre Förderschullehrer für Sprache jetzt noch für 39 statt vorher 60 Wochenstunden in die 15 umliegenden Grundschulen schicken kann. „Wir müssen dann voraussichtlich wieder mehr Kinder an unserer Förderschule aufnehmen“, sagt Andreas Pohl, Schulleiter und Sprecher der Förderschulen für Sprache in der Region. Das laufe auch dem neuen Förderschulkonzept der Region zuwider. „Die Region setzt darauf, dass der mobile Dienst ausgeweitet wird, damit möglichst viele Kinder erst gar nicht mehr in die Förderschule kommen“, sagt Pohl.

Doch auch das wären nur erste Schritte bis zur inklusiven Schule, die alle Kinder unabhängig von der Art ihrer Behinderung oder Lernverzögerung aufnimmt. Die SPD-Regionsfraktion lud deshalb jetzt die Leiter der Förderschulen zu einer Anhörung. „Inklusion bedeutet, alle Kinder haben das Recht, in der Grundschule in ihrem Stadtteil eingeschult zu werden“, definierte es Ulrike Strauch, Leiterin der Astrid-Lindgren-Schule für Lernen. Für die Grundschulen würde das eine unglaubliche Herausforderung darstellen, sagte Strauch.

„Die Kollegen an den Grundschulen stehen unter großem Leistungsdruck. Sie haben Angst, mit ihrem Stoff nicht schnell genug weiterzukommen, wenn sie auch geistig behinderte Kinder in der Klasse haben“, berichtete Harald Köllen, Leiter der Eberhard-Schomburg-Schule für geistige Entwicklung in Gleidingen. Köllen forderte deshalb sicherzustellen, dass Förderschüler auch bei einer inklusiven Erziehung die notwendige Unterstützung erhielten, zum Beispiel, indem ständig zwei Lehrer in einer Klasse unterrichten.

Wie stark Förderschulen bereits mit Regelschulen kooperieren, fällt sehr unterschiedlich aus. Die Wilhelm-Schade-Schule (für geistige Entwicklung) hat ihre gesamte Primarstufe an Grundschulen ausgelagert. „Grenzen sehe ich nicht“, sagte Schulleiter Gerd Bohl. Petra Lichtenberg, Leiterin der Selma-Lagerlöf-Schule in Ronnenberg, argumentierte defensiver. „Wir müssen sehen, was an welchem Standort realistisch ist.“

Deutlich fiel bei vielen die Kritik an mangelnder personeller und konzeptioneller Unterstützung aus. „Das Land nimmt seine Verantwortung nicht wahr. Wir werden alleingelassen“, sagte Bohl.

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  • Kinder Lehrer – 21.04.10
    Die heutigen Förderschulen sind in der Tat wirklich nicht zweckmäßig weder für die Kinder noch für die Staatskasse.
    Beispiel Sprachförderschulen: Dort werden zum grossen Teil Kinder geschult die zu langsam sprechen oder Probleme haben einzelne Laute korrekt auszusprechen.Diese Kinder würden meiner Meinung nach sicher genauso schnell in einer normalen Schule ihre "Sprachprobleme" lösen können.

    Kinder sollten nicht "ausgemustert" werden nur damit diverse Einrichtungen gefüllt werden können.

  • "Bildung" wird es hier nie wieder geben! magna cum laude – 21.04.10
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  • Warum? Hermann – 21.04.10
    Das ist doch eine Wohlstandsdiskussion, oder?

    Zuvörderst wäre das Problem zu lösen, dass viele Kinder von der Grundschule in weiterführende Schulen kommen, die weder Lesen noch Schreiben können.
    Ausserdem beklagen die meisten Deutschlehrer, das bei deenjenigen, die Schreiben können, in der Grundschule nicht ausreichend im Deutschunterricht auf Fehlerfreiheit und Rechtschreibung geachtet wurde.
    Leider schreiben viele Schüler wie Legastheniker ohne welche zu sein.
    Macht erstmal einen Qualitätssprung in der Grundschule, dann kann man über andere Themen reden.
  • @Pushy Der Troll – 21.04.10
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  • @Troll Pushy – 21.04.10
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  • So was, die HAZ haz echt drauf Der Troll – 21.04.10
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  • Und dennoch Der Troll – 21.04.10
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  • Kravatt,en Der Troll – 21.04.10
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  • Kravatten? Der Troll – 21.04.10
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  • Soziales und Bildung bitte groß schreiben! ;-) – 21.04.10
    Und auf welche Schule sollen wir Trolle senden, die Sozialgelaber so klein schreiben? ;-)

    Bessere Bildung täte uns ALLEN gut.
    Selektion und Schubladenbildung schadet hingegen.
    Dafür muss Geld dasein, wenn man clevere Bankenschädlinge retten kann, dann sollte uns für unseren Nachwuchs nichts zu teuer sein - in unserem eigenen Interesse.

    Schließlich erwirtschaften wir das B.I.P und unser Hemd sollte uns doch näher sein, als die Kravatten dieser "Finanz-Genies".
  • Vergeudete Ressourcen Der Troll – 21.04.10
    Meines Erachtens nach sind diese Pläne verschwendetes Geld. Man könnte diesen Zusammenhang auch mit der Aussage

    "Dumme Kinder bleiben dumm"

    zusammenfassen.

    Was spricht dagegen diese Kinder in einer eigenen Schule zu sammeln?

    Glaubt hier tatsächlich jemand, dem BIP (liebe Kinder, wir sprechen hier vom Brutto-Inlands-Produkt) wäre es geholfen, zu hohe Ansprüche an diese bemitleidenswerten Schülerinnen und Schüler zu stellen?

    Alles andere ist sozialgelaber.

    MfG
  • Mehr in Bildung investieren Schorse – 21.04.10
    Bildung gibt es nicht zum Nulltarif. Auch integrative Bildung nicht. Wir stehen jedoch vor dem Problem, dass zusätztliche Investitionen in die Bildung in die falschen Maßnahmen gesteckt werden, so lange die CDU-FDP-Koalition mantra-artig ihr dreigliedriges Schulsystem - das ja in Wirklichkeit ein viergliedriges ist - gesund betet, obwohl dieser Patient längst gestorben ist.

    Vielleicht kann ja die frisch gebackene Sozialministerin den alten CDU/FDP-Kadern mal auf die Sprünge helfen. Schließlich sind es gerade Jugendliche mit Migrationshintergrund, die besonders krass benachteiligt werden im mehrgliedrigen Schulsystem.
  • Kluge Bürger sind effizienter a-b-c-schütze – 21.04.10
    Auch wenn tagtäglich bekundet wird, daß Bildung unsere zukünftig wichtigste Ressource sei und sowohl ein effizienteres Bildungskonzept als auch ein solches Schulsystem hermüsse, die tagtägliche Praxis vor Ort bescheinigt dieser Landesregierung gerade mal ein "ausreichend" mit einem kleinen "plus".
    Dies gilt auch für integrative Erziehung mit Förderanspruch als auch für heruntergewirtschaftete Gebäude.

    Und das scheint Wulff als befriedigend hingenommen zu haben, denn lange Zeit hat er selbst Heister-Neumann den Rücken zu Lasten der Kinder und Jugendlichen gestärkt. Nun wechselt er zwar sein Kabinett, aber es sind kaum neue und modernere Bildungsmaßnahmen zu erwarten, denn die CDU ist immer noch vehement dafür, die längst überholte dreigliedrige Schulsystem und die damit verbundene Selektion unserer Kinder in "Förder-, Haupt-, Realschüler und Gymnasiasten" zu befördern. Gesamtschulkonzepten und Konzepten mit integrativer Erziehung hingegen werden Hürden in den Weg gestellt. Momentan zeigen sich daher Tendenzen, die heruntergewirtschaftete Hauptschule mit "Events" wieder halbwegs attraktiv zu schönen. Es soll aber alles beim Alten bleiben.

    Wozu?
    Na, ein dummes Volk regiert sich leichter, so die allgemeine Auffassung. Und das scheint gut so.

    Dabei spricht gerade Gegenteiliges für bessere Bildungssysteme, nämlich die Möglichkeit aktiv und bewusst an Demokratie-, Friedens- und parteipolitischen Prozessen mitzuarbeiten. Ein Volk, welches weiß, wohin das Land soll, ist gewiss effizienter als ein Volk, das sich derzeit von der führenden Politik so übergangen fühlt und die Politiker nicht mehr wählen möchte.

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