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Dokumentarfilm über Ihme-Zentrum vorgestellt

Utopianale in Hannover Dokumentarfilm über Ihme-Zentrum vorgestellt

Frühere Stadtplaner, Architekten und Bewohner von heute kommen zu Wort: "Traum-Ruine-Zukunft" heißt ein Film von Constantin Alexander und Hendrik Millauer, der für den "Schandfleck" Ihme-Zentrum eine neue Perspektive aufzeigen will.

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Das Ihme-Zentrum aus der Vogelperspektive.

Quelle: Michael Thomas

Hannover. Gleich die ersten Spots, die ersten Interviews mit Zeitzeugen, zeigen das ganze Spektrum. "Geld war da", sagt Hans Dieter Keyl, Mitplaner des hannoverschen Ihme-Zentrums freundlich lächelnd in die Kamera. Von einer "Euphorie der Machbarkeit" spricht er, davon, dass das Ihme-Zentrums zu Baubeginn ganz neue Möglichkeiten des miteinander Wohnens, Arbeitens und Einkaufens eröffnen sollte. Jetzt - im Jahr 2016 - haben die verbliebenen Bewohner des Ihme-Zentrums dafür nur noch leisen Spott übrig."Im Moment ist es mit dem Einkaufen nicht so", sagt Gerd Fahrenhorst und die Kamera schwenkt von oben über eine leere Geschäftszeile. Es herrscht Tristess.

"Traum-Ruine-Zukunft" heißt ein Film von Constantin Alexander und Hendrik Millauer, der das hannoversche Ihme-Zentrum und seine Geschichte beleuchtet. Per Crowdfunding sammelten die beiden Filmemacher mehr als 8000 Euro für ihr Projekt ein. Jetzt zeigten sie auf der diesjährigen "Utopianale" im gut besuchten Freizeitheim Linden die ersten Auschnitte. Interviews von Zeitzeugen, Architekten, Städteplanern und Politikern schnitten sie zusammen mit Porträts von Bewohnern: alten und ganz jungen. Besonders interessant: Junge Architekten wie Felix Rebers entwickeln tatsächlich Zukunftsvisionen davon, wie man den Betonblock retten könnte. Die Tiefgarage, alles, was am verrotten sei, solle man abreißen, sagte Rebers. Der Rest solle bewohnt bleiben. Dann herrsche wieder "Sonne, Luft, Licht" in der Betonburg, sie werde auch für junge Leuteattraktiv.

Das Preview des Dokumentarfilms, der im Sommer fertig werden soll, war eines der Highlights des diesjährigen Utopianale-Dokumentarfilmfestivals am 27. und 28. Februar im Freizeitheim Linden. „Weil es ein Morgen gibt“ lautet das Motto. Sechs Dokumentationen, elf Workshops und ein „Markt der Möglichkeiten“ werden gezeigt. Veranstalter Felix Kostrzewa rechnet mit insgesamt 600 Besuchern.  Weitere Informationen sind unter www.utopianale.de zu finden.

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