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Doppelter Jahrgang feiert Abitur

Abibälle Doppelter Jahrgang feiert Abitur

In diesem Jahr absolvierten in Niedersachsen gleich zwei Jahrgänge die Abiturprüfungen. Dementsprechend wurden die Abibälle der Hannoveraner Schulen auch doppelt groß gefeiert.

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Die beiden Jahrgänge der Goetheschule feierten stilvoll im Kuppelsaal.

Quelle: Kristoffer Finn

Hannover. Der Kartenverkauf konnte nicht besser laufen. „Eine Schülerin hat gleich 15 Verwandte und Freunde eingeladen“, berichtet Henriette Goldner. Gemeinsam mit Ramona Lüdke hat sich die 18-jährige Oberstufenschülerin der St.-Ursula-Schule trotz des Prüfungsstresses der vergangenen Wochen als wahre Veranstaltungsmanagerin entpuppt. Sitzordnung, Programmablauf, Tanzauftritte, Musikcombo – all das musste in diesem Jahr für doppelt so viele Gäste wie bislang organisiert werden. Mit 232 Abiturienten ist die St.-Ursula-Schule aus der Südstadt stärkstes Gymnasium in Hannover. „Wir konnten in diesem Jahr zum Abiball bequem den Kuppelsaal füllen“, erläutert Goldner.

Einen florierenden Vorverkauf hatten die Jugendlichen aber ohnehin eingeplant. Schließlich mussten sie mit rund 38 000 Euro jonglieren – und die Ausgaben so gut es geht decken. „In der Schule haben wir Kuchen und Waffeln verkauft, durch die Abipartys ist Geld in die Kasse geflossen, und die Volksbank hat uns zusätzlich finanziell unter die Arme gegriffen“, erzählt Goldner. Als weiterer großer Vorteil entpuppte sich während der Vorbereitungen für das rauschende Fest die Kooperation mit der Käthe-Kollwitz-Schule, der Goetheschule und dem Kaiser-Wilhelm- und Ratsgymnasium. Gemeinsam hatten die Schulleiter den Kuppelsaal bereits vor drei Jahren gebucht – und zwar gleich für vier Tage am Stück. „Dadurch konnten alle eine Menge Geld sparen, weil die Band ihr Equipment nur einmal aufbauen muss und die Dekoration ebenfalls von allen Schulen genutzt werden kann“, berichtet Schulleiter Ewald Wirth von der St. Ursula-Schule. Der Stress in den Prüfungswochen hat sich jedenfalls gelohnt – mehr als 1200 Gäste feierten ausgiebig in Hannovers Kuppelsaal.

Eine Tür weiter, in der Glashalle vom Hannover Congress Centrum, ging es am gleichen Abend ebenfalls hoch her. „Wir zählen zwar zu den kleineren Gymnasien der Stadt, konnten aber mit 108 Schulabgängern sowie eingeladenen Freunden und Familien aus Platzgründen trotzdem nicht wie im vergangenen Jahr im Saal eines Landgasthofs untergekommen“, erzählt Winfried Baßmann, Schulleiter des Kurt-Schwitters-Gymnasiums aus Misburg. Während die Anzahl der Eintrittskarten für die Entlassungsfeier im Bürgerhaus Misburg auf vier Tickets pro Familie begrenzt werden musste, waren in der Glashalle alle Freunde und Bekannte der Abiturienten willkommen. „Obwohl die Organisatoren wirklich tüchtig gestrampelt haben, um Geld in die Kasse zu bekommen, sind die Karten mit 34 Euro immer noch zehn Euro teurer als im Jahr zuvor“, stellt Baßmann fest. Grund sei die hohe Saalmiete.

In der Ricarda-Huch-Schule aus der List haben in diesem Jahr statt der sonst üblichen 90 Schüler insgesamt 155 Prüflinge ihre Klausuren geschrieben. Als logistische Herausforderung würde Katrin Brete die Organisation des Abiballs trotzdem nicht bezeichnen. „Wir feiern wie im vergangenen Jahr im Wienecke XI. – da ist genug Platz für alle“, sagt die Schulsekretärin. Tatsächlich fasst der größte Saal der Brauereigaststätte in Döhren bis zu 900 Gäste. 38 Euro lassen sich die Feiernden das einmalige Erlebnis kosten. Bei den Schulabgängern ist das Lokal dennoch beliebt: An sechs Abenden haben sich hannoversche Gymnasien eingemietet.

Noch ein bisschen tiefer mussten die 117 Abiturienten und Gäste der IGS Mühlenberg, die im VIP-Bereich der AWD-Arena feierten, in die Tasche greifen. „42 Euro sind ein stolzer Preis.“, sagt Oberstufenkoordinator Klaus Rockmann. Doch Bälle dieser Größenordnung stemmt die Schule schon seit Jahren. Die Logistik an eine externe Agentur zu vergeben, wie es in Großstädten wie München oder Berlin inzwischen üblich ist, kommt für Hannovers Abiturienten aber offenbar nicht infrage. „Dann wäre es ja nicht mehr unsere eigene Feier“, sagt die 19-jährige Sonja Berlinecke, die zum Ballkomitee der Käthe-Kollwitz-Schule gehört.

Tanja Piepho

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