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Aus der Stadt Fahrt frei für die Drachenboote auf dem Maschsee
Hannover Aus der Stadt Fahrt frei für die Drachenboote auf dem Maschsee
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17:04 05.06.2017
Von Bernd Haase
Am Wochenende dominieren Drachenboote das Bild auf dem Maschsee. Quelle: Franson
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Hannover

Wenn Mannschaften zum Wettkampf schreiten, die auf Namen wie Karpfenverschieber, Staatsdrachen, Drag Pack oder Brüllmücken hören, dann weiß der Kenner sofort, um welche Disziplin es sich handelt: Auf dem Maschsee waren am langen Pfingstwochenende wieder Drachenboote unterwegs bei einem Ereignis, das vor 22 Jahren mal klein angefangen hat und sich jetzt stolz Festival nennt. „Unsere Veranstaltung ist eine der größten in Europa. Sie hat in der Szene Kultstatus“, sagt Miriam Hemme vom ausrichtenden Hannoverschen Kanu Club.

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Fotostrecke Hannover Aus der Stadt: Freie Fahrt für die Drachenboote auf dem Maschsee

Wer erspüren will, dass da etwas Wahres dran ist, kann einmal durch die Zeltstadt für die Teams zwischen Seeufer und Stadion spazieren. Es herrscht Camping-, manchmal schon Partystimmung. Schlecht gelaunte Menschen sind hier nicht unterwegs; auch dann nicht, wenn ein Rennen nicht so gelaufen ist, wie es sein sollte. „Wir sind mäßig erfolgreich, aber es gefällt uns trotzdem. Es ist hier überhaupt nicht verkrampft, sondern eher familiär“, sagt Anja Warnecke von den Bergdrachen, hinter denen sich der Förderverein des Feriendorfs Eisenberg in Hessen verbirgt.

Ein paar Meter haben sich die Karpfenverschieber unter dem Zeltdach versammelt, die stolz darauf sind, von Anfang an bei den Rennen auf dem Maschsee dabei gewesen zu sein. „Die Idee ist auf einem Bierdeckel in der Kneipe entstanden“, sagt Kapitän Michael Seibert. Sie hat sich ausgewachsen: Es gibt Karpfenverschieber-Shirts, Karpfenverschieber-Bierdeckel und individuell gestaltete, aber irgendwie fischig gehaltene spezielle Karpfenverschieber-Rennkleidung.

Drachenbootfahren ist beim Festival Jedermannsport. Weil der Kanu Club Boote und Paddel stellt, muss man lediglich ein Team von 22 Leuten zusammenbringen und im Vorfeld zwei Trainingstermine unter fachkundiger Anleitung absolvieren. „Das muss sein, damit sie nicht gegen die Mauer fahren“, sagt Hemme.

Es gibt Teams, die sind tatsächlich nur einmal im Jahr im Drachenboot unterwegs – eben auf dem Maschsee. Wer nun aber denkt, es handele sich generell um ein lustiges Böötchenfahren im Ausflugsmodus, liegt falsch. Bei den Verfolgungsrennen müssen die Mannschaften ihre Boote schließlich über Distanzen von bis zu vier Kilometern über den See pflügen. „Wir haben uns zusammengefunden und trainieren regelmäßig“, sagt Marita Boese von den Contire-Dragons aus Hannover, die sich wie die meisten anderen Mannschaften vor dem Start gegenseitig aufmuntern und den Teamgeist befeuern. Auffällig viele Firmen-Mannschaften und Betriebssportgruppen sind am Start – vom Zoo über die Stadtwerke, die Polizei bis hin zu Rossmann, Solvay oder Talanx.

Um die Leistungsunterschiede auszugleichen, hat der Kanu-Club die 140 teilnehmenden Teams in drei Kategorien eingeteilt – „Funfun“, „Fun Sport“ und „Sport“. Eines eint aber alle – die Party am Sonnabend und am Sonntag in der Swiss-Life-Hall. „Das ist ein spezielles Qualitätsmerkmal unserer Veranstaltung, weil es die Kombination aus Feiern und Sport in dieser Form nur hier gibt“, sagt der Klubvorsitzende Karl-Heinz Seemann. Jeweils 3000 Fans tanzten bis tief in die Nacht.     

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