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Drei Schulen sind Austragungsorte

Special Olympics Drei Schulen sind Austragungsorte

Drei Schulen in Hannover werden in dieser Woche durch die Spiele zu olympischem Terrain: An der IGS Mühlenberg, der IGS Linden und am Kaiser-Wilhelm- und Ratsgymnasium stehen Rollerskating, Basketball und Handball auf dem Programm. 

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„Wir wollen gewinnen“: Handballer bringen Stimmung in die KWRG-Sporthalle.

Quelle: Petrow

Hannover. Sonderlich nervös wirkt er nicht. „Wir kennen die Spieler der anderen Teams doch meist persönlich“, sagt Daniel Wichtrup gelassen. Der 31-Jährige spielt Handball bei Werder Bremen. Gerade hat sein Team sich noch aufgewärmt, auf dem Schulhof des Kaiser-Wilhelm- und Ratsgymnasiums (KWRG), jetzt geht es in die Sporthalle. Anpfiff gegen TV Durlach. Nach kaum drei Sekunden wirft Wichtrup, aus zwölf Metern – und der Ball landet im Netz. Ein Traumtor. Abklatschen mit den Teamkameraden, Jubel auf den Rängen. Ein ganz normales Handballspiel. Doch die KWRG-Sporthalle wird durch dieses Match gewissermaßen zum olympischen Terrain.

Am zweiten Tag der Special Olympics in Hannover standen unter anderem Tennis, Fußball, Staffellauf und Beach-Volleyball auf dem Programm.

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Drei Schulen in Hannover sind Austragungsorte der Special Olympics. In der IGS Mühlenberg steht Rollerskating auf dem Programm – zur Freude von Schulleiter Michael Bax: „Ein großartiger Wettbewerb – viele unserer Schulklassen nutzen die Möglichkeit, dort zuzusehen“, sagt er. An der IGS Linden gibt es Basketball: „Wir haben sofort zugesagt, als wir die Anfrage bekamen“, sagt Schulleiter Peter Schütz. „Wir sind ohnehin eine inklusive Schule, das passt gut zu uns.“ Der Schulcaterer übernahm die Verpflegung der 500 Gäste mit, die IGS stellte ihr Forum für Mannschaftsbesprechungen der Teams zur Verfügung. Und die Schüler, die regulär Sportunterricht in der Halle hätten, sitzen nun zum Anfeuern auf der Tribüne.
Am KWRG sind am ersten Tag der Spiele nur wenige Gymnasiasten in der Sporthalle erschienen, um die Handballer zu sehen. Die Stimmung ist trotzdem gut: „Wie bei einem regulären Jugendturnier – nur emotionaler“, sagt Klaus Eichelmann.

Der 55-Jährige, selbst langjähriger Handballer beim MTV Hondelage, ist als ehrenamtlicher Helfer hier. Er ist Kampfrichter und bedient die Anzeigentafel: „Special Olympics wollte ich immer mal erleben“, sagt er. „Und es ist wirklich spannend.“ Insgesamt 15 Teams aus ganz Deutschland treten hier gegeneinander an. Fünf davon sind „unified“, in ihnen spielen Behinderte mit Nicht-Behinderten. Am Freitag sind die Finals.

Bei sommerlichen Temperaturen haben die Teilnehmer der Special Olympics alles gegeben.

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Es ist wohl ein weit verbreitetes Vorurteil, dass Leistung und Ehrgeiz im Behindertensport egal seien: „Wir wollen schon gewinnen“, sagt Werder-Trainerin Sandra Birkenfeld, „allerdings wollen wir auch Spaß dabei haben – und jeder soll seinen Einsatz bekommen.“

Vor vier Jahren gründete sie das Team mit, zuvor war die 25-Jährige Jugendtrainerin gewesen. Jetzt trainiert sie jeden Sonnabend mit einer Mannschaft, in der Männer neben Frauen spielen und das Alter der Handballer zwischen 14 und 50 Jahren liegt. Doch die wirklichen Unterschiede zu gewöhnlichen Mannschaften liegen anderswo: „Unsere Spieler haben die Gabe, sich schon über kleine sportliche Erfolge zu freuen, sie geben Trainer und Publikum immer etwas zurück“, sagt Sandra Birkenfeld. „Und vor allem sind sie immer gut drauf.“

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