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Dvorák macht Schule

Klassikprojekt für Kinder Dvorák macht Schule

Mit dem „Dvorák-Experiment“ bringt die ARD Kindern Klassik näher. Insgesamt haben sich rund 22.000 Kinder an 363 Schulen mit der Sinfonie „Aus der neuen Welt“ von Antonin Dvorák beschäftigt. Am Freitag kam es in Hamburg zu einem finalen Konzert - dieses wurde in den Großen NDR-Sendesaal in Hannover übertragen.

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Großes Finale: Im Landesfunkhaus verfolgen Schüler das Konzert. 

Quelle: Tobias Kleinschmidt

Hannover. Wann darf man als Schüler mit der flachen Hand schon mal mitten im Unterricht lautstark auf den Tisch klopfen? Kein Wunder, dass Josua diesen Teil am „Dvorák-Experiment“ der Integrierten Gesamtschule Bothfeld am besten gefallen hat. Der Zwölfjährige spielt eben nicht nur Fagott, sondern hat auch Rhythmus im Blut.

Insgesamt haben sich rund 22.000 Kinder an 363 Schulen mit der Sinfonie „Aus der neuen Welt“ von Antonin Dvorák beschäftigt, darunter auch einige deutsche Schulen im Ausland. In Hannover waren neben der IGS Bothfeld auch die Ricarda-Huch-Schule und die Albert-Liebmann-Schule dabei. Schüler erfanden klingende Postkarten, drehten Filme, spielten Jazz- oder Chor-Variationen des Orchesterstücks, tanzten, dichteten oder inszenierten eine Bewegungs-Choreografie wie in Bothfeld, die Christopher Kolumbus’ Begegnung mit Indianern zum Thema machten.

Am Freitag war das große Finale. Das NDR-Sinfonie- und das Jugendorchester unter Leitung von Dirigent Thomas Hengelbrock führten im Rolf-Liebermann-Studio in Hamburg Dvoráks 9. Sinfonie auf, und im Landesfunkhaus Hannover verfolgten mehrere Hundert Schüler das Konzert per Livestream. Im Großen Sendesaal wird es ganz still, als die Hörner loslegen. Einige Kinder haben es sich auf Matratzen bequem gemacht. Klassik im Liegen - das hat etwas. „Hören Sie mal das Flimmern der Streicher“, ruft Dirigent Hengelbrock. Man könne die amerikanische Prärie förmlich in der Musik spüren. Moderatorin Susanne Grüning im Funkhaus in Hannover fühlt sich „ganz berührt“.

„Das war toll“, sagt die elfjährige Charmaine von der IGS Bothfeld anschließend. Die Geigen hätten ihr besonders gefallen. Auch ihr Mitschüler Edgar ist von den Streichern angetan. Das Hamburger Konzert auf der Leinwand zu sehen, sei spannend gewesen, finden die beiden. Noch lieber hätten sie sich den Auftritt allerdings live angesehen. Schließlich seien sie selbst noch nie in einem Konzert gewesen, sagen Charmaine und Edgar - anders als ihr Mitschüler Josua.

Die ARD will jetzt jedes Jahr so ein Schüler-Großkonzert auf die Beine stellen. Lehrer Sascha Rittgerodt von der IGS Bothfeld will auf jeden Fall wieder mitmachen: „Wann hat man schon mal die Chance, klassenübergreifend mit den musikalisch interessierten Kindern einfach mal neue Dinge auszuprobieren?“ Und auch Edgar kann die nächste Runde kaum abwarten: „Wann machen wir wieder so etwas?“ fragt er seinen Lehrer.

Hier können Sie den Beitrag der IGS Bothfeld sehen.

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