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Diese Freiwilligen sind Vorbilder für alle

Tag des Ehrenamtes Diese Freiwilligen sind Vorbilder für alle

Ihr Einsatz ist Ehrensache: Mit einer Feierstunde im Neuen Rathaus hat sich die Stadt Hannover bei ihren Ehrenamtlichen bedankt. Bürgermeister Thomas Hermann lobte sie als Vorbilder.

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Ich ziehe den Hut: Bürgermeister Thomas Hermann bedankt sich bei den Ehrenamtlichen mit Empfang im Rathaus.

Quelle: Frank Wilde

Hannover. „Ich kann vor Ihnen allen nur den Hut ziehen“. Bürgermeister Thomas Hermann hat sich beim Tag des internationalen Ehrenamts bei rund 30 ausgewählten Ehrenamtlichen mit einer Feierstunde im Rathaus bedankt. Einige von ihnen engagieren sich bereits seit Jahrzehnten für Kinder, sind bei Jugendfreizeiten als Betreuer dabei oder organisieren diese, helfen in Schulmensen, als Lesementoren oder in Schulbibliotheken. 

Manche Bereiche des öffentlichen Lebens würden ohne ehrenamtlichen Einsatz brachliegen, sagte Hermann. In Niedersachsen würden sich 46 Prozent der über 14-Jährigen ehrenamtlich arbeiten, das seien 3,2 Millionen Menschen. Auf Hannover entfielen etwa 200.000 Freiwillige, die im Jahr 50 bis 60 Millionen Stunden fürs Ehrenamt aufbrächten. „Das ist ein gesellschaftlicher Schatz“, lobte der Erste Bürgermeister. Das sei „unverzichtbar und unbezahlbar“, als Dank gab es für jeden eine CD mit Weihnachtsliedern hannoverscher Musiker und etwas Süßes.

Den Tag des Ehrenamts gibt es seit 1985, eingeführt von den Vereinten Nationen als Gedenktag für die Anerkennung des freiwilligen Einsatzes. Hermann sagte, die Geehrten seien auch Motivation für andere, auch etwas für die Gesellschaft zu tun.

Diese Personen wurden geehrt

Uwe Grunenberg (59) hilft in der Grundschule Hägewiesen im Sahlkamp

Uwe Grunenberg (59) hilft in der Grundschule Hägewiesen im Sahlkamp

Quelle: Döhner

 Uwe Grunenberg (59) hilft in der Grundschule Hägewiesen im Sahlkamp. Er organisiert die Minimensa mit, in der die Schüler ein gesundes Frühstück bekommen, und kümmert sich um das Elterncafé. „Das macht Spaß“, sagt er. Es sei toll, wie sich unterschiedliche Kulturen begegneten. Grunenebergs eigener Sohn ist zwar längst aus dem Grundschulalter heraus, aber der Vater engagiert sich trotzdem noch. „Irgendwie ist mein Herz da gebunden“, sagt er. Zudem sei es schön etwas für das Quartier zu tun, in dem man lebt. 

Steffen Gleixner begleitet Jugendfreizeiten

Steffen Gleixner begleitet Jugendfreizeiten.

Quelle: Saskia Döhner

 Das Ferienlager Otterndorf in der Nähe von Cuxhaven ist für Steffen Gleixner so etwas wie seine zweite Heimat. Seit zehn Jahren begleitet der 26-Jährige sieben –bis zwölfjährige Kinder ins Sommercamp. „Ich bin da irgendwie so reingerutscht“, sagt er. Er engagiert sich nicht nur als Betreuer, sondern auch in der Juleica-Ausbildung für ehrenamtliche  Mitarbeiter in der Jugendhilfe. Für die Stadt ist Gleixner gleich zweimal tätig – ehrenamtlich als Teamer beim Sommercamp und auch hauptamtlich und bezahlt , als Sozialarbeiter. 

Evelyn Haupt koordiniert die Lesementoren

Evelyn Haupt koordiniert die Lesementoren

Quelle: Saskia Döhner

Hannover Evelyn Haupt (73) ist seit zehn Jahren bei Mentor aktiv, hilft selbst an vier Schulen, etwa an der Pestalozzi-Grundschule in Misburg und am Kronsberg, Kinder fürs Lesen zu begeistern. Und sie koordiniert die 75 Lesebegleiter bei Mentor. Ruhestand heißt auch mal faulenzen? „Auf keinen Fall“, sagt Haupt. Die ehemalige Gymnasiallehrerin findet, man müsse aktiv sein, solange es gehe. „Es ist toll zu sehen, wie sich die Kinder entwickeln.“ Es sei erschreckend, dass ein Viertel der Viertklässler Leseprobleme habe.

helma Behrendt betreut die Schulbibliothek

helma Behrendt betreut die Schulbibliothek.

Quelle: Saskia Döhner

Hannover Jeden Dienstag und jeden Donnerstag öffnet Helma Behrendt an der Grundschule Mühleberg in der großen Pause die Schulbücherei. Angefangen hat die 52-Jährige mal als „Lesemutti“, als ihre eigenen Kinder die Schule besucht haben. Die sind nach vier Jahren auf weiterführende Schulen gegangen, ihre Mutter ist geblieben: „Ich wollte mich einfach weiter einsetzen“, sagt sie. Seit sieben Jahren betreut sie die Schulbücherei. „Das, was man zurückbekommt, ist so unendlich viel mehr als das, was man hineingibt“, betont sie. 

Von Saskia Döhner

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