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Ein Jahr Haft für Schleuser aus Syrien

Beihilfe zur unerlaubten Einreise Ein Jahr Haft für Schleuser aus Syrien

Der Schleuser Mohamad A. aus Syrien ist Donnerstag am Landgericht mit einer moderaten Haftstrafe davongekommen. Die 19. Große Strafkammer verurteilte den 34-Jährigen wegen des Einschleusens von Ausländern in zwei Fällen und Beihilfe zur unerlaubten Einreise n in einem Fall zu einer Bewährungsstrafe.

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Ein Jahr auf Bewährung: Mohamad A. wurde wegen Beihilfe zur unerlaubten Einreise verurteilt.

Quelle: dpa

Hannover. Dass A. zu einer Bande von Schleppern gehörte und gewerbsmäßig handelte, so der Vorsitzende Richter Stefan Joseph, habe man ihm nicht mit der erforderlichen Sicherheit nachweisen können. Auf freien Fuß kam der Syrer, der seit knapp zehn Monaten in Untersuchungshaft sitzt, Donerstag allerdings nicht - seit Mittwoch existiert wegen ähnlicher Tatvorwürfe ein neuer Haftbefehl.

Die Kammer verurteilte den 34-Jährigen, weil er zwei Verwandten im Dezember 2014 eine Schiffspassage über das Mittelmeer vermittelt hatte. In dem abgehalfterten Frachtschiff „Blue Sky M“ wurden sie gemeinsam mit knapp 800 weiteren Nahost-Flüchtlingen von der Türkei nach Italien transportiert - unter menschenunwürdigen Bedingungen. Einem weiteren Mann, das sah das Gericht als gesichert an, half A. ebenfalls bei der Einreise nach Europa. Ob der Angeklagte über die desaströsen hygienischen Zustände und die katastrophale Versorgungssituation auf den Flüchtlings-Frachtern Bescheid wusste, blieb ungeklärt. „Sie haben viel gelogen und uns durchgehend Geschichten erzählt“, warf Joseph dem 34-Jährigen vor. Doch weil dieser kein Geständnis ablegte, ließen sich Verbindungen zu anderen Personen aus dem Schlepper-Umfeld kaum konkretisieren; die umfangreichen Ermittlungsergebnisse der Bundespolizei über Schleuserstrukturen in Nahost mündeten in diesem Fall im Nachweis nur weniger Straftaten.

Der neue Haftbefehl dreht sich nicht um Schiffsschleusungen, sondern um die illegale Einreise von Flüchtlingen nach Europa über den Landweg. Am ersten Verhandlungstag Anfang September hatte A. vor der 19. Kammer zugegeben, 16 Interessenten für eine Flucht über die Balkanroute angeworben zu haben.

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