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Ein Paradies für Bienen in der Stadt

Naturwochen 2012 Ein Paradies für Bienen in der Stadt

Mit einer Pflanzaktion auf dem Theodor-Lessing-Platz haben die Naturwochen 2012 begonnen. Damit sollen Tiere angelockt werden, die sonst nur selten in der Innenstadt zu sehen sind.

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Buddeln für die Insekten: Gärtner Jochen Czyrka pflanzt mit Aida, Helin, Sarah und Andreas Blumen für den Bienengarten.

Quelle: Steiner

Hannover. „Iiih, ein Regenwurm!“ Aida stößt einen spitzen Schrei aus und hält ihre Schaufel in die Luft. Einige Mitschüler scharen sich um die Zwölfj ährige, damit sie ihren Fund besser betrachten können. Die meisten Jungen und Mädchen aus einer sechsten Klasse der Ada-Lessing-Schule haben zu Hause keinen Garten. Sie haben noch nie zuvor Blumen einpflanzt oder Beete umgegraben. Deshalb hat Biolehrerin Antje Kauffels die Schüler zu der Pflanzaktion auf dem Theodor-Lessing-Platz angemeldet. Bei der Auftaktveranstaltung zu den Naturwochen 2012 soll auf der Grünfläche gegenüber dem Bürgeramt ein Bienengarten entstehen. Dafür wurde neue Erde aufgeschüttet und eine Steinmauer gebaut, in der die Insekten Unterschlupf finden können.

„Wir wollen Tiere anlocken, die in der  Innenstadt sonst selten anzutreffen sind“, erklärt Ingrid Schulz vom Fachbereich Umwelt und Stadtgrün. Gemeinsam mit der Volkshochschule Hannover (VHS) präsentiert der Fachbereich die Ausstellung „Mehr Natur in der Stadt“, die das Herzstück der Naturwochen ist. Seit Dienstag informieren Schautafeln im Foyer der VHS bis zum 28. Juni über die Naturvielfalt in Stadt und Region. Abgerundet wird die Ausstellung von Vorträgen, Führungen und Mitmachangeboten in ganz Hannover. Am Sonnabend, 16. Juni, ist zum Beispiel Geo-Tag der Artenvielfalt. Tierstimmenimitator und Biologe Uwe Westphal gibt dann für Jung und Alt um 14 Uhr eine Kostprobe seines Könnens in der VHS. Danach geht es mit Keschern in die Natur, um den Wasserbewohnern im Maschpark auf die Spur zu kommen. „Möglichst bürgernah“ soll das gesamte Programm laut VHS-Mitarbeiterin Christiane Roth-Schönfeld sein und „schwierige Umweltthemen an die Einwohner vermitteln“.

Aida, Sarah, Helin und Andreas sind derweil schon eifrig dabei, die rund 600 Pflanzen – Akelei, Eisenhut und Wilden Majoran mögen die Insekten besonders gern – im neuen Bienengarten einzugraben. Gärtner Jochen Czyrka schafft das allein in einer Stunde. Die vier Hauptschüler brauchen trotz seiner Unterstützung etwas länger – und nicht alle aus der Klasse sind mit so viel Elan bei der Sache wie sie. Wenn Klassenlehrerin Kauffels ihren Plan von einem Schulgarten umsetzt, wollen aber zumindest die vier freiwillig mithelfen.

Zusammenhalt demonstrieren ein paar Meter weiter die Mitglieder des Vereins Transition Town. Sie zeigen, wie urbanes Gärtnern funktioniert: Auf Paletten und in Kisten bauen die Hobbygärtner Gemüse auf dem Platz an. „Man braucht keinen großen Garten. Es geht auch im Kleinen“, sagt Susanne Menzel.

Sirany Schümann

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