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Aus der Stadt Ein Preis für nachhaltige Ideen
Hannover Aus der Stadt Ein Preis für nachhaltige Ideen
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13:26 31.01.2018
Stina Fuchs (li.) und Marie Stein haben den Niedersächsischen Jugendkulturpreis gewonnen und planen nun ein Festival zum Thema Nachhaltigkeit. Quelle: Philipp von Ditfurth
Anderten

 Die Freundinnen Marie Stein und Stina Fuchs kennen sich schon seit der Schule. Stein wohnt in Kirchrode, Fuchs in Misburg. Beide haben entschieden, nicht gleich zu studieren oder eine Ausbildung zu machen. Stein absolviert gerade ein Freiwilliges Ökologisches Jahr beim Umweltverband Janun, Fuchs ist im Kommunalen Kino im Künstlerhaus aktiv und macht ein Freiwilliges Soziales Jahr Kultur. Gemeinsam stießen sie auf die Ausschreibung zum Jugendkulturpreis Niedersachsen – den sie mit einer Idee zu einem Nachhaltigkeits-Festival nun völlig überrascht gewannen. Das Festival mit dem Titel „Hannoverliebt Nachhaltigkeit“ soll schon im Mai in Hannover starten.

Beim Ideenwettbewerb waren junge Menschen zwischen 14 und 21 Jahren in Niedersachsen unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsident Stephan Weil dazu aufgerufen, Konzepte für kulturelle Projekte einzureichen. „Wir fandes das spannend. Denn wir möchten jungen Menschen zeigen, dass nachhaltiges Leben nicht kompliziert sein muss“, sagt die 19-Jährige Stein. „Und ein Kulturprogramm ist dabei eine gute Möglichkeit, diesen Gedanken zu vermitteln“, sagt die 18-Jährige Fuchs. Also schrieb das Duo erste Ideen für eine Art Festivalprogramm auf und bewarb sich. Die Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung Niedersachsen (LKJ) und die Stiftung Niedersachsen laden die beiden Kulturschaffenden und die Gewinner zehn weiterer Projekte nun ein, ihre Konzepte in die Tat umzusetzen. Dazu gibt es ein Workshopprogramm und schließlich 1000 Euro Preisgeld. Für Stein und Fuchs soll es Ende Mai schon losgehen. In den Räumlichkeiten des Künstlerhauses soll es Filme und Diskussionen zum Thema Nachhaltigkeit geben, einen Tauschbasar, eine Ausstellung von jungen Menschen, die sich mit Upycling – also der Wiederverwertung und Aufwertung von Ressourcen und Produkten – beschäftigen, eine Kochschulung und literarische Möglichkeiten, sich einzubringen. „Wir wollen dabei aber nicht als Moralapostel auftreten. Wir sind ja auch noch sehr jung und möchten eher aufzeigen, was man grundsätzlich besser machen könnte“, sagt Stein.

Für die ersten Planungen laufen jetzt die Absprachen mit Künstlern und den Kulturschaffenden im Künstlerhaus. „Für uns ist der Preis die perfekte Möglichkeit, eine solche Idee einmal umzusetzen. Und natürlich haben wir das noch nicht in so einer Dimension gemacht“, sagt Fuchs. „Aber es ist doch besser, wenn sich junge Leute um solche Themen kümmern, als wenn man verkrampft versucht auf jugendlich zu machen.“

Von Jan Sedelies

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