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Aus der Stadt Ein Rückblick auf Hannovers Filmpaläste
Hannover Aus der Stadt Ein Rückblick auf Hannovers Filmpaläste
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00:16 02.08.2013
Von Michael Zgoll
Vor dem Premierenkino „Weltspiele“ in der Georgstraße gegenüber von Karstadt drängt sich eine Menschenmasse. Quelle: Archiv
Hannover

Geworben wurde für das Kino mit der „Photographie in vollster Lebenstätigkeit“. In den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts rückten schnell Häuser mit mehr als 1000 Sitzplätzen ins Bild: Das Theater am Aegi, die Schauburg in der Limmerstraße oder die Weltspiele in der Georgstraße.

Besonders glanzvoll waren die fünfziger Jahre. 46 Puschenkinos und Paläste gab es in Hannover, Stars wie Gert Fröbe, Vico Torriani oder die Kessler-Zwillinge traten bei Uraufführungen leibhaftig in Erscheinung. Damals war ein Kinobesuch ein gesellschaftliches Ereignis, zu dem sich Hunderte von Menschen vor den Kassenhäuschen drängten. Im Inneren versprühten die großen Häuser lang vermissten Glamour: Man gab seine Kleidung bei der Garderobenfrau ab, im Sanitärbereich wirkte die Toilettenfrau, und Platzanweiser sowie Bauchladenverkäufer gehörten schon vor dem Filmstart zum Unterhaltungsprogramm.

Puschenkinos und Filmpaläste: Die Geschichte der Lichtspielhäuser in Hannover.

Doch auch viele Stadtteile hatten zu jener Zeit „ihr“ Kino: Herrenhausen die Schloß-Lichtspiele, Limmer seine Schwanenburg oder Oberricklingen das Riki. Esplanade und Gloria-Palast waren in der Südstadt beliebt, in der Oststadt zeigte das Universum Cowboyfilme und Heimatschmonzetten. Doch die kuscheligen Säle waren nicht nur bei Cineasten beliebt. „Gucken wir uns den Film an oder nehmen wir die Loge?“ – das war damals ein beliebtes Bonmot.

In den sechziger Jahren dann begann mit dem Siegeszug des Fernsehens der Niedergang des Kinos. Doch totzukriegen war es nie: Schachtel-, Sex- und Autokino wie auch Programm-, Multiplex- und Luxuskino säumen den Weg bis in die Gegenwart. Im Apollo in Linden-Nord oder unter der Kuppel der Hochhaus-Lichtspiele lässt sich hannoversche Kinogeschichte noch am ehesten nachfühlen.

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