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Ein Slogan sorgt für Stirnrunzeln

Niki-de-Saint-Phalle-Promenade Ein Slogan sorgt für Stirnrunzeln

Mit einem neuen Werbekonzept soll das Image der wegen Verschmutzung und Baumängeln ins Gerede gekommenen Niki-de-Saint-Phalle-Promenade verbessert werden. Doch der ausgewählte Slogan „Eine Meile Einkaufen“ sorgt nicht nur bei den Geschäftsleuten der Lister Meile für Stirnrunzeln.

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TV-Störungen noch immer nicht behoben
Quelle: Rainer Surrey (Archiv)

Hannover. Mit einem neuen Werbekonzept will die Vermietergesellschaft HRG das Image der wegen Verschmutzung und Baumängeln ins Gerede gekommenen Niki-de-Saint-Phalle-Promenade verbessern. Doch der ausgewählte Slogan „Eine Meile Einkaufen“ sorgt nicht nur bei den Geschäftsleuten der Lister Meile für Stirnrunzeln, sondern auch bei den Mitgliedern der Werbegemeinschaft der Promenade selbst – die ihn am Ende teuer bezahlen müssen. Hinter vorgehaltener Hand kritisieren einige Händler, dass der Spruch der Agentur Da Capo altbacken wirke, sprachlich nicht rund sei und selbstredend mehr an die Lister Meile denken lasse als an die unter der Straßenoberfläche verlaufende Verbindung zwischen Kröpcke und Bahnhof.

Auf 60.000 Euro beläuft sich nach HAZ-Informationen das Budget der geplanten Werbemaßnahmen, die einen Internetauftritt für die Promenade ebenso umfassen wie eine Anzeigenkampagne oder ein Fest in der Passage – und eben auch die Entwicklung jenes Slogans, mit dem einige nicht glücklich sind. „Wir haben Kompromisse gemacht“, formuliert es Ronny Tietze vom Vorstand der Werbegemeinschaft, der das Spezialgeschäft für Glasgravuren Looxis führt. „Man ist ja froh, dass sich überhaupt etwas tut“, sagt ein Geschäftsinhaber, der anonym bleiben will. Außerdem, heißt es, habe man „Schlimmeres verhindern“ wollen. Nach HAZ-Informationen soll zunächst der Slogan „Überirdisch unterirdisch“ vorgeschlagen worden sein. Bei der Präsentation soll einigen Händlern daraufhin das Unbehagen anzusehen gewesen sein. Das Wort „unterirdisch“ wecke nur schlechte Assoziationen. Außerdem wird bemängelt, dass lediglich die Vorschläge einer Agentur vorgestellt worden seien. HRG-Geschäftsführer Thomas Heinemann betont indessen, dass die Entscheidung für den Slogan und die Kampagne in erster Linie Angelegenheit der Werbegemeinschaft und nicht der HRG sei.

Aber nicht nur der Slogan, auch andere Pläne der neuen Werbeoffensive haben offenkundig Startschwierigkeiten. So soll das zunächst für Ende des Jahres geplante Fest zum fünfjährigen Bestehen der kompletten Niki-Promenade nun auf das Frühjahr 2012 verschoben worden sein.

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